Ein Radweg ist kein Parkplatz

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Rosenheim - Autos, die auf dem Radweg und Gehweg in der Prinzregentenstraße, Stadtmitte, halten oder parken, sind ein häufiger Anblick.

Die Grünen/Bündnis 90 forderten nun eine konsequente Ahndung dieser Verstöße. Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer sagte dies im Verkehrsausschuss zu, schränkte aber ein: "Wir können dafür aber nicht ganztags Verkehrsüberwacher abstellen."

Dass die Rad- und Gehwege zwischen Stollstraße und der Straße Am Anger immer wieder blockiert sind, ist der Verwaltung bekannt. Im letzten Jahr stellte die Verkehrsüberwachung 51 Bußgeldbescheide aus, weil Autos auf dem Radweg standen und 94, weil auf dem Gehweg gehalten oder geparkt wurde. Die Inhaber der anliegenden Geschäfte würden schon von "wirtschaftsfeindlichem Verwarnen" sprechen, sagte Rechtsdezernent Hermann Koch. Tatsächlich sei der Lieferbetrieb schwierig.

Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer sagte dennoch zu, man werde die Polizei und die städtische Verkehrsüberwachung bitten, ein besonderes Augenmerk auf die Situation zu legen.

Für die Antragsteller monierte ihr Sprecher Franz Lukas zudem, häufig würden Verkehrsschilder und Werbeständer auf Radwegen abgestellt. "Wenn irgendwo eine Baustelle ist, kommt das Baustellenschild mit Betonsockel unter Garantie auf den Radweg oder den Gehweg", beschwerte er sich. Fußgänger und Radfahrer seien ein wesentlicher Bestandteil des innerstädtischen Verkehrs. Sie würden Straßen und Parkplätze entlasten. Fahrradpendler und Schüler, die täglich von außehalb in die Innenstadt fahren, bräuchten sichere Wege, geschützt vom Autoverkehr. Um die Attraktivität des Fahrradfahrens weiter zu erhöhen, sei es notwendig, die Wege hindernisfrei zu halten.

Zudem hatte die Fraktion beantragt, in weiteren Einbahnstraßen in der Stadt das Fahrradfahren gegen die Einbahnrichtung zuzulassen. Früher mussten solche Regelungen baulich abgesichert werden. So gab es vor mehr als 20 Jahren, als die Stadt den Radweg in der Gillitzerstraße baute, die Auflage, diesen von der Fahrbahn deutlich zu trennen. Später reichte schon das Aufmalen eines gegenläufigen Radwegs, wie in der Reichenbachstraße. Inzwischen ist auch das nicht mehr notwendig, sondern nur noch eine deutliche Beschilderung wie in der Straße Am Nörreuth.

Das Tiefbauamt sagte zu, die Gesamtsituation noch einmal zu überprüfen und dort, wo es gefahrlos möglich erscheint, das Befahren gegen die Einbahnrichtung zuzulassen.

Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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