Filmon Abraham und Michelle Maier sind Kreismeister

Mamo und Mayr gewinnen den 43. Internationalen Hochfellnberglauf

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Petro Mamo (Mitte) aus Eritrea gewann den 43. Internationalen Hochfellnberglauf vor seinem Landsmann Yossief Tekle (Zweiter von links) und dem Italiener Antonio Toninelli (rechts). Bei den Damen sicherte sich die sechsfache Berglauf-Weltmeisterin Andrea Mayr (Mitte) aus Österreich den Sieg vor der Slowakin Silvia Schwaiger (links) und der deutschen Berglaufmeisterin Michelle Maier (Zweite von rechts) vom PTSV Rosenheim.

Bergen - Besser hätte die 43. Ausgabe des deutschen Berglaufklassikers nicht verlaufen können. Spitzenathleten, Hobbyläufer und Zuschauer kamen bei strahlendem Sonnenschein gleichermaßen auf ihre Kosten.

Bei perfekten äußeren Bedingungen ging am heutigen Sonntag der 43. Internationale Hochfellnberglauf mit Weltcup-Premiere über die Bühne. Rund 260 Athleten, darunter zahlreiche Weltklassebergläufer, aber auch viele ambitionierte Breitensportler und Hobbyläufer, gaben ihr Bestes und bereiteten sich und den vielen Zuschauern ein unvergessliches Erlebnis. 

Keine 43 Minuten waren seit dem Startschuss um 10 Uhr an der Talstation der Hochfellnseilbahn vergangen, als Petro Mamo aus Eritrea nach 8,9 Kilometern und 1074 Höhenmetern unter lautem Applaus und Jubel die Ziellinie passierte. Er feierte damit nach 2013 und 2014 seinen dritten Sieg am Hochfelln. 

Dass er den langjährigen Streckenrekord des neuseeländischen Ausnahmeläufers und „Hochfelln-Dauerbrenners“ Jonathan Wyatt um über zwei Minuten verpasste, konnte seine Freude nicht trüben. Lange Zeit hatte Mamo mit Vorjahressieger Yossief Tekle aus Eritrea und dem Vorjahreszweiten Antonio Toninelli aus Italien ein Spitzentrio gebildet, bis Toninelli an der Scharte und Tekle dann am Südhang abreißen lassen mussten.

Impressionen vom 43. Internationalen Hochfellnberglauf 

Bei den Damen unterstrich die frisch gebackene sechsfache Weltmeisterin und Marathon-Olympiateilnehmerin Andrea Mayr einmal mehr ihre Ausnahmestellung im Berglaufen. In überlegener Manier holte sich die 36-Jährige Österreicherin ihren siebten Hochfelln-Titel seit 2008. Ihren damals aufgestellten Streckenrekord von 47:28,2 Minuten verfehlte sie um eine knappe Minute. 

„Die Luft war nach einer anstrengenden Saison mit vielen Höhepunkten ein bisschen raus und ich konnte nicht mehr das Letzte aus mir herausholen“, betonte Mayr nach der Flower Ceremony am Hochfellnberghaus und versprach vor ihrer Tandemgleitschirmflug-Premiere: „Wenn es irgendwie geht, komme ich im nächsten Jahr wieder“. 

Die Plätze zwei und drei in der Damen-Gesamtwertung gingen an die Hochfellnberglauf-Siegerin von 2013 Silvia Schwaiger (damals Silvia Olejarova) aus der Slowakei und an die deutsche Berglaufmeisterin Michelle Maier vom PTSV Rosenheim. Maier sicherte sich damit auch die Kreismeisterschaft Inn/Chiemgau. Bei den Herren wurde hier Filmon Abraham seiner Favoritenstellung vollends gerecht. Selbst in der Gesamtwertung musste er nur sechs Weltklasse-Athleten den Vortritt lassen.

Impressionen vom 43. Internationalen Hochfellnberglauf

„Es freut uns narrisch, dass so viele Zuschauer gekommen sind und der Zuspruch so groß ist“, bedankte sich der Bergener Skiclub-Vorsitzende und OK-Chef Dr. Jürgen Schmid, der die Besucher im Zielbereich stets über den aktuellen Rennverlauf informierte. Er sei glücklich darüber, dass auch die heimischen Läufer so tolle Leistungen gezeigt hätten und dass alle Teilnehmer heil angekommen seien, resümierte Schmid vor der Siegerehrung im Kurpark. 

„Die Athleten und die Zuschauer sind zufrieden, dann sind wir es auch“, so der stellvertretende OK-Chef und „Vater des Hochfellnberglaufes“ Georg „Bibi“ Anfang. Auch Bürgermeister Stefan Schneider war vom „bestbesetzten und schönsten Berglauf in Deutschland“ begeistert. Die Kombination aus Spitzensport und Breitensport sei einfach eine „Erfolgsgeschichte“.

Markus Müller

Quelle: chiemgau24.de

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