Schüler präsentiert sein Projekt von "Jugend forscht"

Tassilo (17) aus Seeon begeistert die Bundeskanzlerin 

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Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem Jungforscher Tassilo Schwarz 

Berlin/Seeon - Der 17-jährige Tassilo Schwarz aus Seeon durfte im Rahmen seiner erfolgreichen Teilnahme bei "Jugend forscht" nach Berlin. Im dortigen Kanzleramt stellte er Angela Merkel sein Projekt vor.

Mehr als 12.000 Jugendliche meldeten sich in diesem Jahr zum 51. Wettbewerbs von "Jugend forscht" an. Unter anderem auch der 17-jährige Tassilo Schwarz aus Seeon im Landkreis Traunstein. Bereits im April präsentierte der Schüler aus Seeon, beim Finale des Landeswettbewerbs "Jugend forscht", sein Projekt "Flugdrohnenabwehr: Erfassung, Tracking und Klassifizierung von Flugkörpern". Dabei qualifizierte er sich mit seinem Projekt, für das 51. Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb.

Wie funktioniert sein Projekt?

Seit einigen Jahren werden Drohnen, wie zum Beispiel Quadrokopter, immer beliebter und auch im Handel angeboten. Neben nützlicher Verwendung können sie aber auch belästigend empfunden oder gar z u terroristischen Zwecken missbraucht werden. Deswegen wird es notwendig, sie abzuwehren.

Tassilo Schwarz mit seinem Projekt "Flugdrohnenabwehr: Erfassung, Tracking und Klassifizierung von Flugkörpern"

Ziel des Projektes ist es, die Drohnen in Echtzeit voll automatisiert zu erkennen und ihre Position zu ermitteln. Zwei Digitalkameras nehmen den zu überwachenden Luftraum in Stereo auf. Dringt eine Drohne in diesen ein, nimmt das System sie mithilfe einer ausgefeilten Software ins Visier und verfolgt ihre Flugbahn. 

Ebenfalls kann diese Software, Drohen von Vögeln unterscheiden. Für die Luftsicherheit an Flughäfen könnte diese Software von großem Nutzen sein, um in Notfällen schnell zu reagieren.

Bundeskanzlerin begeistert von Tassilos Projekt

Nachdem er zu den Landessiegern aus Bayern gehörte, ging es zum 51. Bundeswettbewerb nach Paderborn. Dort hatten 191 Nachwuchsforscher der Jury insgesamt 110 Projekte vorgestellt. Der Schüler des Johannes-Heidenhain-Gymnasium in Traunreut, erhielt dort den Preis der Bundeskanzlerin für die originellste Arbeit

Letztendlich gehörte er zu den fünf Bundessiegern, welche Deutschland beim 28. "European Union Contest for Young Scientists" in Brüssel vertraten. Dabei nahmen 150 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 37 Ländern teil. 

Die jun­gen Talente zwischen 14 und 21 Jahren präsentierten in zehn Wettbewerbsdisziplinen insgesamt 100 naturwissenschaftlich-technische Forschungspro­jekte, die von einer 20-köpfi­gen inter­natio­nalen Experten­jury bewertet wurden. Auch hier punktete Tassilo.

Vorstellung im Kanzleramt

Dr. Ramsauer gratulierte Tassilo Schwarz zu seinem hervorragenden Ergebnis im Wettbewerb "Jugend forscht"

Weiter ging es für den Schüler, der das Projekt im Fachgebiet Mathematik/Informatik entwickelte, beim Empfang im Kanzleramt am 28. September. Dort stand er im Mittelpunkt, nachdem er den „Preis der Bundeskanzlerin für die originellste Arbeit" gewonnen hatte

Rund 60 Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher waren im Bundeskanzleramt zu Gast. Preisträger Tassil o Schwarz durfte sein prämiertes Forschungsprojekt der promovierten Naturwissenschaftlerin und Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesforschungsministerin Johanna Wanka persönlich präsentieren

Danach wurde er im Deutschen Bundestag, von dem Vorsitzenden des Ausschusses für Wirtschaft und Energie, Dr. Peter Ramsauer, begrüßt. Dr. Ramsauer gratulierte Tassilo Schwarz zu seinem hervorragenden Ergebnis im Wettbewerb "Jugend forscht".

Sichere Zukunft 

Neun von zehn erfolgreichen Wettbewerbsteilnehmern studieren später ein mathematisches, naturwissenschaftlich-technisches oder medizinisches Fach. "Der Wettbewerb gibt den jungen Forscherinnen und Forschern eine Plattform, um selbstbewusst mit eigenen Ideen neue Wege zu gehen, dabei die wissenschaftliche Welt zu erkunden und sich für sie zu begeistern," sagte Bundesministerin Johanna Wanka. "Die Wettbewerbsbeiträge zeigen immer wieder, zu welch faszinierenden Leistungen die Schülerinnen und Schüler fähig sind." 

Auch Tassilo Schwarz will einmal in diese Richtung gehen. Nach dem Abitur möchte er in den USA, Computer Science und Mathematik studieren. Möglicherweise kann er die 3.000 Preisgeld, die er für sein Projekt erhalten hat, schon einmal für seine Zukunft nutzen. 

Quelle: chiemgau24.de

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