Eignungen sollen mehr berücksichtigt werden

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Rosenheim - Der Jugendhilfeausschuss des Landkreises Rosenheim beauftragte am Dienstag das Kreisjugendamt eine Kooperationsvereinbarung zu erarbeiten.

An der inhaltlichen Gestaltung sollen das Caritas Kinderdorf Irschenberg, das Diakonische Werk Rosenheim, Startklar Schätzel und das Stadtjugendamt Rosenheim mitarbeiten. Diese Träger der Jugendhilfe beschäftigen sich bereits seit über einem Jahr in einer Arbeitsgruppe mit dem Mangel an sozialpädagogischen Fachkräften. Diese wolle man natürlich aus der Region gewinnen, sagte der Leiter des Kreisjugendamtes, Johannes Fischer und schränkte ein, dass Bayerns Fachhochschulen leergefegt seien. Der Kampf um kompetente Köpfe habe deutschlandweit begonnen. Um auch zukünftig geeignete Fachkräfte zu gewinnen, hatte der Jugendhilfeausschuss im Sommer vergangenen Jahres die Arbeitsgruppe mit dem Auftrag eingesetzt, ein entsprechendes Konzept zu entwickeln.

Als Ergebnis präsentierte die Arbeitsgruppe eine „Vision“, nach der berufliche Neueinsteiger in der Jugendhilfe in Stadt und Landkreis Rosenheim zunächst die vielfältigen Möglichkeiten ihres neuen Berufes kennen lernen können. Die Absolventinnen und Absolventen der Fachhochschulen sollen die gesamte Bandbreite ihres ausgewählten Berufes im ersten Jahr ihrer Beschäftigung anschauen können. In umfangreichen Hospitationen sollen sie ambulante, teilstationäre, stationäre, sozialraumorientierte oder regionalisierte Jugendhilfe sowohl bei freien als auch bei öffentlichen Trägern der Jugendhilfe kennenlernen. Persönliche Neigungen und Eignungen berücksichtigend sollen sie nach diesem ersten Jahr entscheiden, in welchem Aufgabengebiet sie tatsächlich tätig werden wollen.

Kreisjugendamtsleiter Fischer lobte im Jugendhilfeausschuss die Partnerschaft im Arbeitskreis: Sie sei ein Beleg der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und freien Trägern der Jugendhilfe. Anerkennend äußerte sich auch Landrat Josef Neiderhell: In der Jugendhilfe werde eine hohe Qualität angeboten. Er nutzte die Gelegenheit, dem Kreisjugendamt und dessen Leiter Fischer ein Kompliment auszusprechen. Zudem kündigte Neiderhell an, trotz der schwierigen Haushaltslage, im kommenden Jahr nicht an den notwendigen Maßnahmen im sozialen Bereich sparen zu wollen.

Die Verantwortlichen in der Jugendhilfe im Landkreis Rosenheim mussten in den vergangenen Jahren feststellen, dass es zunehmend schwieriger wird, offene Stellen für sozialpädagogische Fachkräfte zu besetzen.

Pressemeldung Landratsamt Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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