Wieder Abschied vom "Eiszauber""

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Rosenheim - Zum zweiten Mal gab es in diesem Winter den "Eiszauber" auf dem Ludwigsplatz. Die Betreiber sind größtenteils zufrieden, üben allerdings Kritik an den Öffnungszeiten.

Die Betreiber des "Eiszauber" mussten die Öffnungszeiten während des Christkindlmarktes diesem angleichen. Kritik an der Gestaltung kommt von vielen Rosenheimern.

Neue Gestaltung nicht zufriedenstellend

Tatsächlich bot sich ein unschöner Anblick vom Ludwigsplatz Richtung Nikolauskirche. Dort war die Welt mit Brettern und Pappe vernagelt. Es gab in diesem Winter eine größere Eisfläche, dazu eine Eisstockbahn und eine veränderte Gestaltung, weil diese auch in der ersten Saison als unschön empfunden worden war. Die neue Lösung wirkte jedoch auch nicht gelungen.

Eröffnung Eiszauber

Eiszauber: Die ersten Bahnen wurden gedreht

Gestern war der letzte Tag für den "Eiszauber" in dieser Saison. Florian Freilinger, einer der Betreiber, freut sich über den Erfolg: "So gut wie in diesen neun Wochen wurde die Bahn beim ersten Mal noch nicht angenommen." Veranstaltungen wie die Wahl zur "Miss Eiszauber", Eissoccer, Gokartrennen und das Eisgolftunier am Freitag waren Publikumsmagnete. Allerdings schaffte es auch heuer niemand, den Golfball in das 20 Meter entfernte Loch zu schießen. So wurde auch der Hauptgewinn, ein Fiat 500, wieder nicht vergeben.

Vor allem Familien mit Kindern nutzten das Angebot, am Ludwigsplatz Schlittschuh fahren zu können - darunter einige "Wiederholungstäter". Sogar aus dem Salzburger Land und Tirol zog es Eisläufer nach Rosenheim, sehr zur Freude der Veranstalter und auch der umliegenden Geschäfte.

Die zweite Eisfläche, in diesem Jahr neu, wurde nicht nur zum Eisstockschießen genutzt, sondern nebenbei als Fläche für Schlittschuhkurse für Kleinkinder.

Betreiber kritisiert die Öffnungszeiten

Dass der "Eiszauber" laut Stadtratsbeschluss während des Christkindlmarktes schließen muss, wenn dieser schließt, also um 20 Uhr, gefällt Freilinger überhaupt nicht. Bis zum Beginn des Christkindlmarktes Anfang Dezember und danach ist abends um 21 Uhr Schluss, freitags und samstags sogar erst um 22 Uhr. Um diese Zeit ist der "Eiszauber" immer ein beliebter Treffpunkt für junge Leute, die nicht nur Schlittschuh laufen, sondern auch an den umliegenden Buden konsumieren. "Uns sind viele Kunden durch die Lappen gegangen", beklagt sich Freilinger. Er könne nicht verstehen, dass dieser Beschluss als unumstößlich gilt. Hintergrund ist die Sorge des Stadtrats, dass, wer nach 20 Uhr auf dem Christkindlmarkt keinen Glühwein oder andere alkoholische Getränke mehr bekommt, zum "Eiszauber" weiterzieht und dort weitertrinkt. Man will den "Eiszauber" als Anziehungspunkt für Familien und Sportler, aber nicht vorrangig als Glühwein-Zapfstelle.

"Wir haben uns brav an alle Auflagen gehalten und immer pünktlich geschlossen", versichert Freilinger. Beschwerden seitens der Anwohner sind ihm nicht zu Ohren gekommen. In Gesprächen mit der Stadt und dem Wirtschaftlichen Verband werde auf jeden Fall nochmals beratschlagt, was verbessert werden könnte, denn bekanntlich lerne man aus Fehlern.

Größere Unfälle habe es nicht gegeben, wohl auch durch die Vorsichtsmaßnahmen der Betreiber. Sie hätten stets darauf geachtet, dass Kinder Schutzhelme trugen. Dafür gab es das Angebot für einen kostenfreien Verleih. Es gebe Eltern, die ihre Kinder, die zum ersten Mal Schlittschuh laufen, ohne Helm auf das Eis schicken. "Das grenzt schon fast an Körperverletzung", findet Freilinger.

lbö/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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