Seit 2011 verschwunden

Fall Peggy: Suche nach Schulranzen erfolglos

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Polizisten und ein Taucher an der Talstelle Pirk: Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Bayreuth lassen seit Montag mit Tauchern der Bayerischen Bereitschaftspolizei nach einem Schulranzen suchen.

Lichtenberg/Pirk - Eine groß angelegte Suche nach dem Schulranzen der vor 14 Jahren in Oberfranken verschwundenen Peggy ist ohne Erfolg geblieben. Polizeitaucher beendeten die Aktion in einer Talsperre bei Pirk in Sachsen am Mittwoch ohne Ergebnis.

Wie die Ermittler mitteilten, waren seit Montagnachmittag acht Taucher im Einsatz. Sie suchten den Grund der Talsperre nahe der Staumauer ab. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Bayreuth wollten damit einer Spur aus dem Jahr 2002 nachgehen: Eine Zeugin hatte sich damals gemeldet und angeblich eine Schultasche an der Talsperre gesehen. Die Ermittler suchten daraufhin jedoch nur das Ufer ab.

Im Wasser haben die Taucher nun lediglich einen Aktenkoffer mit Zeitschriften und schriftlichen Unterlagen gefunden, der nichts mit dem verschwundenen Mädchen zu tun habe. Im Mai 2001 war die damals neun Jahre alte Schülerin in Lichtenberg im Landkreis Hof nicht von der Schule nach Hause zurückgekehrt. Seitdem fehlt jede Spur von ihr. Große Suchaktionen blieben erfolglos, der Fall sorgte deutschlandweit für Aufsehen. Auch die Schultasche des Mädchens wurde nie gefunden. Die Talsperre Pirk liegt etwa 40 Kilometer von Lichtenberg entfernt.

Die Staatsanwaltschaft startete 2012 wieder Ermittlungen in dem Fall und lässt seitdem zahlreiche Hinweise prüfen. Anfang Juni wird der Fall Peggy auch in der ZDF-Sondersendung „Aktenzeichen XY - Wo ist mein Kind“ thematisiert.

dpa

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser