Fassadenpreise vergeben

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Die Fassadenpreise der Stadt fallen heuer an die Innstraße 22 (Bild) und das "Flötzinger-Bräustüberl" in der Samerstraße.

Rosenheim – Der Fassadenpreis 2010 geht an das Wohn- und Geschäftsgebäude in der Innstraße 22. Außerdem soll mit dem Preis die Generalsanierung der bisherigen Gaststätte „Flötzinger-Löchl“ gewürdigt werden.

Sehr einverstanden zeigte sich der Stadtentwicklungs- und Baugenehmigungsausschuss mit den Vorschlägen der Verwaltung für die Fassadenpreise 2010. Sie sind nicht dotiert; der Preis besteht aus einer Kachel mit Jahreszahl.

Die neuen Sprossenfenster entsprechen wieder der ursprünglichen Erscheinung.

Das ohnehin schon seit Jahren in einem properen Zustand befindliche, gründerzeitliche Wohn- und Geschäftsgebäude in der Innstraße 22 an der Ecke zur Sedanstraße wurde jetzt einer Fassaden- und Dachsanierung unterzogen. Aufgrund von Farbuntersuchungen wurde der neue Anstrich gemäß den Originalbefunden ausgewählt. Auch die Fenstergestaltung erfolgte jetzt nach der ursprünglichen Aufteilung in der Gründerzeit.

Sehr umfangreich war die Generalsanierung des Anwesens in der Samerstraße 17, der bisherigen Gaststätte "Flötzinger-Löchl". Besonders gelobt wurden die Holzarbeiten an der Galerie. Die gesamte Sanierung mit den "handwerklich guten Holzarbeiten" zeuge von einem gelungenen Konzept für die Gaststätte, die nunmehr zum "Flötzinger-Bräustüberl" umbenannt wurde.

Das moderne Blumenfenster links wurde dem Stil der restlichen Fenster angepasst.

Neben den beiden Fassadenpreisen wurden auch zwei Anerkennungen ausgesprochen. Das durch seine floralen Ornamente bekannte Jugendstilhaus in der Heilig-Geist-Straße 48, Ecke Friedhofweg erhielt neue Fenster, die in ihrer Sprossenteilung wieder gut zur Fassade passen. "Nur für das halbrunde Fenster im Erdgeschoss wurde noch keine adäquate Lösung gefunden", bemerkte Bauoberrat Michael Kettenstock in der Sitzung.

1991 hatte das Wohnhaus Spitalstraße 3 bereits den Fassadenpreis erhalten. Jetzt wurde die Fassade saniert und ebenfalls die Fenster erneuert. Positiv vermerkt wurde, dass das wohl in den 1960er-Jahren eingebaute, damals modisch-beliebte hervorkragende "Blumenfenster" in der Besprossung den übrigen Fenstern des Hauses angeglichen wurde.

Der Aisinger CSU-Stadtrat Josef Gasteiger monierte, dass die Fassadenpreise hauptsächlich auf die Innenstadt fielen, in den Ortsteilen aber auch Gebäudesanierungen stattfänden. Er hatte einen konkreten Vorschlag zur Hand, dem die Stadt als untere Denkmalschutzbehörde unverzüglich nachgehen werde, so die Verwaltung.

hh/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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