Fliegerbombe in der Rosenheimer Kunstmühlstraße

Baggerfahrer hätte Bombe nicht bewegen dürfen!

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Rosenheim - In der Kunstmühlstraße wurde am Montag bei Bauarbeiten eine Fliegerbombe gefunden. Die Entschärfung war dabei gefährlicher als zunächst gedacht:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Bombe wurde gegen 17.30 Uhr entschärft
  • Die Evakuierung wurde damit aufgehoben und der reguläre Zugverkehr wieder aufgenommen
  • Um 9.30 Uhr meldeten Bauarbeiter den Fund eines metallischen Gegenstandes in der Kunstmühlstraße
  • Es handelte sich um eine beschädigte Fliegerbombe
  • Anwohner wurden in einem Radius von 250 Metern evakuiert
  • Klepper-, Enzensperger- und Kunstmühlstraße war für den Verkehr gesperrt
  • Schwerverkehr wurde ab Panoramakreuzung umgeleitet

UPDATE, Dienstag, 15.20 Uhr - Diskussion um Baggerfahrer

Einen Tag nach dem Bombenfund geht die Diskussion um das Verhalten des Baggerfahrers weiter. Dieser hatte die Bombe am Montag entdeckt und sie nach einem Anruf bei der Polizei in seiner Baggerschaufel weggefahren. Dabei hätte es auch eine große Explosion geben können.

Eine spezielle Regelung, durch die sich solche Fälle in Zukunft vermeiden lassen, gibt es nicht. Von Seiten der Stadt Rosenheim und der Polizei wird stattdessen an die nötige Vernunft und Sorgfalt der Arbeiter appelliert, bei einem Bombenfund den Sprengkörper nicht von der Stelle zu bewegen. Das berichtet Radio Charivari.

UPDATE, Dienstag - 6.30 Uhr: So knapp war es wirklich 

Wie das OVB am Dienstag berichtet, verfehlte der Baggerfahrer am Montag gegen 9.30 Uhr mit seiner Schaufel den Zünder nur um einen Zentimeter. Hätte er eine Explosion ausgelöst, wäre es wohl zu einer Katastrophe gekommen. 

60 bis 70 Kilogramm Sprengstoff hatte die in der Hälfte zerborstene Fliegerbombe noch geladen. Nach Einschätzung der Kampfmittelräumer wäre es bei einer Explosion zu einem vier Meter tiefen Loch mit einem Durchmesser von zehn Meter gekommen. Die Druckwelle und der Splitterflug hätten einen beträchtlichen Schaden angerichtet, schreibt das OVB. 

Die Entschärfung dauerte 40 Minuten. Sie zog sich in die Länge, weil ein Ladungsträger klemmte. So verzögerte sich die Entnahme des Zünders und die Zerlegung der Bombe. 

UPDATE, 19.08 Uhr: Beinahe-Explosion und Verspätungen

Am Montag wurde in der Rosenheimer Kunstmühlenstraße eine Fliegerbombe gefunden. Am späten Nachmittag wurde die Bombe von einem Sprengkommando erfolgreich entschärft. Eine vorübergehende Evakuierung für die anliegenden Wohngebiete konnte aufgehoben werden.

Dabei wäre es wohl fast zu einer Explosion gekommen: Laut Informationen von vor Ort wurde die Bombe von einem Bagger aus ihrem "Loch" auf die Straße gehoben. Zunächst sei angenommen worden, dass die Bombe nicht mehr scharf gewesen sei.

Dann hätten die Sprengmeister jedoch festgestellt, dass die Bombe sehr wohl noch scharf war. Der Bagger habe den Zünder wohl nur um Zentimeter verfehlt. Bei einem Kontakt hätte es offenbar eine Explosion geben können. Von einem möglichen Krater von bis zu 15 Meter war die Rede.

Es war wohl reines Glück, dass bei dem Vorfall keine Menschen verletzt wurden. Auch ein Sachschaden konnte vermieden werden.

Am Bahnhof kommt es derweil weiterhin zu "leichten Folge-Verspätungen". Das bestätigte ein Sprecher der Deutschen Bahn gegenüber rosenheim24.de. Außerdem habe es im Bereich München Süd eine Signalstörung gegeben. "Diese wirkt sich auch auf die Züge in Rosenheim aus", so der Sprecher. "Die Verspätungen liegen aber im Minutenbereich. Wir hoffen, dass alles bald wieder nach Fahrplan läuft."

Bilder: Bomben-Entschärfung in Rosenheim

UPDATE, 17.30 Uhr: Entschärfung erfolgreich – Evakuierung aufgehoben

„Die Bombe ist um 17.22 Uhr entschärft worden und bereits verladen. Das Sprengkommando hat erfolgreich gearbeitet. Die Menschen können ab sofort wieder in das Evakuierungsgebiet zurückkehren. Die Einsatzkräfte werden derzeit bereits wieder zurückgezogen. Insgesamt waren ca. 250 Sicherheits- und Rettungskräfte im Einsatz. Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Einheiten hat einmal mehr hervorragend funktioniert. Ohne Zweifel ist inzwischen eine gewisse Routine in der Durchführung solcher Maßnahmen erkennbar. Eine wesentliche Voraussetzung für die schnelle Beräumung war das kooperative Verhalten der betroffenen Bürgerinnen und Bürger, für das ich mich als zuständiger Einsatzleiter nochmals ausdrücklich bedanken möchte.“ Mit diesen Worten bilanzierte Stadtbrandrat Hans Meyrl den Verlauf der inzwischen dritten Bombenberäumung in Rosenheim. 

Pressemitteilung der Stadt Rosenheim

UPDATE, 17.25 Uhr: Bombe ist entschärft - Züge fahren wieder

Wie die Pressestelle der Stadt Rosenheim auf Nachfrage von rosenheim24.de mitteilte, konnte die Bombe entschärft werden. 

Die Deutsche Bahn teilte außerdem mit, das auch die zeitweilige Einstellung des Zugverkehrs bis 17.20 Uhr beendet wurde.

UPDATE, 16.45 Uhr: Evakuierung abgeschlossen – Entschärfung der Bombe hat begonnen

Aufgrund des Bombenfunds im Bereich der Enzenspergerstraße/Ecke Kunstmühlstraße musste ein Bereich im Radius von ca. 300 Metern um den Fundort evakuiert werden. Die Evakuierung ist inzwischen abgeschlossen. „Insgesamt umfasste das Evakuierungsgebiet rd. 1.400 Menschen. Ich danke allen Betroffenen, von denen dreizehn Personen die Unterkunft des Malteser- Hilfsdienstes in der Rathausstraße in Anspruch genommen haben. Ich danke allen Betroffenen. Sie haben außerordentlich verständnisvoll und vernünftig auf diese Maßnahme reagiert. 

Dadurch konnte die Evakuierung innerhalb von nur zwei Stunden abgeschlossen werden. An diesem schnellen und reibungslosen Ablauf haben auch die eingesetzten Kräfte ihren Anteil. Mein Dank gilt der Polizei, den beteiligten Feuerwehren aus Pang, Aisingerwies und der Hauptfeuerwache sowie dem THW und dem Malteser-Hilfsdienst. Der Zugverkehr ist seit 16.45 Uhr eingestellt. Ab jetzt läuft die Entschärfung der Bombe durch das Sprengkommando“, so Stadtbrandrat Hans Meyrl zum derzeitigen Stand der Maßnahme.

Pressemitteilung der Stadt Rosenheim

UPDATE, 15.45 Uhr: Evakuierung läuft noch

Wie Polizei-Pressesprecher Stefan Sonntag auf Nachfrage von rosenheim24.de mitteilte, dauert die Evakuierung der Nachbarschaft noch an. "Erfahrungsgemäß dauert so etwas immer etwas länger als man am Anfang hofft", erläuterte er. Die Evakuierung könne erst als abgeschlossen betrachtet werden, wenn zweifelsfrei sicher sei, dass wirklich alle betroffenen Anwohner ihre Häuser verlassen haben. Dies sei aber noch nicht der Fall.

UPDATE, 15.41 Uhr: Evakuierungsgebiet festgelegt

Das Evakuierungsgebiet

Im Zusammenhang mit der bevorstehenden Entschärfung der aufgefundenen Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg hat Stadtbrandrat Hans Meyrl im Benehmen mit dem Sprengmeister den anhängend abgebildeten Radius für die Evakuierung des Anliegerbereichs festgelegt.

Pressemitteilung der Stadt Rosenheim

UPDATE, 15.30 Uhr: Auch THW ist vor Ort

Wie Thomas Zangerl vom THW Rosenheim im Gespräch mit rosenheim24.de mitteilte, ist auch das Technische Hilfswerk bei der Entschärfung vor Ort. "Wir sind mit fünf Fahrzeugen und 28 Mann dort", erklärte Zangerl, "Unsere Räumgruppe ist allerdings derzeit noch in Simbach im Einsatz.

UPDATE, 15.05 Uhr: Neue Telefonnummer des Bürgertelefons

Zur Information der Bürgerinnen und Bürger über die laufende Evakuierungsmaßnahme im Zuge der vorgesehenen Bombenentschärfung steht ab sofort das Bürgertelefon unter der Telefonnummer 08031/365 - 8365 zur Verfügung.

Pressemitteilung der Stadt Rosenheim

UPDATE, 14.45 Uhr: Evakuierung bis 15.30 Uhr

Im Zuge von Bauarbeiten wurde an der Enzenspergerstraße/Ecke Kunstmühlstraße auf dem Gelände des ehemaligen Gasthauses Koller eine 250 kg-Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg gefunden. Das Sprengkommando ist bereits eingetroffen und hat sich vor Ort ein Bild von der Lage gemacht.

„Wir werden ab sofort mit der Evakuierung eines Areals im Radius von 250 bis 300 Metern um den Bombenfund beginnen und bitten alle Anlieger, auch ihren Nachbarn entsprechend Bescheid zu geben. Die Evakuierung soll möglichst bis 15.30 Uhr abgeschlossen sein. Danach startet die Entschärfung der Bombe“, so Stadtbrandrat Hans Meyrl, Leiter des städtischen Krisenstabs.

Evakuiert werden das Kunstmühlgelände, die angrenzenden Wohngebiete bis zur Mangfallstraße im Westen und bis zur Enzensperger Straße im Norden sowie der gesamte Klepperpark. Die Evakuierten werden bei Bedarf vom Malteser-Hilfsdienst betreut. Die Feuerwehr wird mit Lautsprecherdurchsagen vor Ort auf die Evakuierung hinweisen. Im Einsatz sind die Freiwilligen Feuerwehren Pang und Aisingerwies sowie die Hauptfeuerwache Rosenheim.

Während der Bombenentschärfung wird der Zugverkehr im Zulauf nach Rosenheim und im Bereich des Rosenheimer Bahnhofs kurzfristig gesperrt.

Pressemitteilung der Stadt Rosenheim

UPDATE, 14.30: Bombe muss entschärft werden

Kurz vor 13 Uhr wurde die aufgefundene Fliegerbombe vom Sprengkommando in Augenschein genommen. Da sich der Zünder noch in der Bombe befindet, muss diese vor Ort entschärft werden. Um eine Gefährdung der Anwohner auszuschließen, müssen die angrenzenden Häuser in einem Radius von 250 Meter um den Fundort evakuiert werden. Der Straßenverkehr wird weitläufig umgeleitet, während der Entschärfung wird es auch zu Beeinträchtigungen im Bahnverkehr kommen. Die Presseauskünfte werden ab sofort von der Stadt Rosenheim, Herrn Thomas Bugl, übernommen.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

UPDATE 13.25 Uhr: Sprengmeister vor Ort

Wie Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, auf Nachfrage von rosenheim24.de mitteilt, ist das Sprengstoffkommando nun vor Ort. Der Sprengmeister sieht sich momentan die gefundene Bombe an. Laut Sonntag soll die Bombe noch an der Fundstelle entschärft bzw. der Zünder entfernt werden, sollte sie scharf sein.

In einer Einsatzbesprechung werde jetzt dann das weitere Vorgehen entschieden. Sollte der Sprengmeister noch vor Ort die Bombe entschärfen, wird am Nachmittag der Evakuierungsradius auf bis zu 250 Meter erhöht. Dann wird wohl auch der Bahnverkehr wieder kurzzeitig beeinträchtigt sein.

UPDATE 12 Uhr: Evakuierung innerhalb 50 Meter um Fundstelle läuft

Wie die Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberbayern nun berichtet, handelt es sich bei dem gefundenen metallischen Gegenstand tatsächlich um eine Fliegerbombe. Da sie allerdings nur noch im vorderen Teil intakt ist, wurde das Sprengstoffkommando angefordert. Das muss dann vor Ort klären, ob die Bombe noch funktionsfähig ist und ob sich noch Sprengstoff in ihr befindet. Sollte das der Fall sein, müsste weiträumiger abgesperrt (ca. 250 Meter) und entschärft werden. Ist die Bombe nicht mehr funktionsfähig, kann sie vom Sprengstoffkommando abtransportiert werden. Eintreffen sollen die Spezialisten entgegen erster Informationen gegen 13 Uhr.

Derzeit läuft die Evakuierung der Anwohner in einem Radius von 50 Metern. Die Klepperstraße/Enzenspergerstraße ist zwischenzeitlich für den Verkehr gesperrt, der Schwerverkehr wird bereits an der Panoramakreuzung, Kufsteiner- / Miesbacher Straße, umgeleitet.

++ Wir halten Sie weiter auf dem Laufenden ++

UPDATE 11.30 Uhr: Einschränkungen für Verkehr

Der verdächtige Gegenstand wurde inzwischen ausgegraben und wird derzeit abgedeckt an der Straße gelagert. Wie uns eben unser Reporter vor Ort mitteilte, werden die (wenigen) Wohnhäuser innerhalb des abgesperrten 50-Meter-Radius um den Fundort offenbar evakuiert.

Bei Bauarbeiten in der Kunstmühlstraße wurde gegen 9.30 Uhr die Bombe gefunden.

Auch die Verkehrsprobleme dürften zunehmen: Wie soeben bekannt wurde, ist ein Abbiegen vom Brückenberg in die Enzenspergerstraße derzeit nicht mehr möglich. Die Zufahrt wurde von der Polizei abgeriegelt. Auf der Gegenseite (Klepperstraße/McDonalds) soll derzeit noch eine Zufahrt möglich sein.

UPDATE 10.40 Uhr: Radius 50 Meter abgesperrt

Laut ersten Informationen von vor Ort soll es sich bei dem metallischen Gegenstand tatsächlich um eine Fliegerbombe handeln. Allerdings werde momentan davon ausgegangen, dass die Bombe bereits zu Weltkriegszeiten explodiert sei. Das Münchner Sprengkommando soll angefordert worden sein, um dies restlos abzuklären.

Der Evakuierungsradius von 50 Meter um die Fundstelle bleibt bis zur abschließenden Klärung aufrechterhalten. Es bleibt abzuwarten, ob es die Bombe tatsächlich bereits gezündet hat und somit ungefährlich ist.

Offenbar ist die Bombe stark beschädigt. Derzeit muss man davon ausgehen, dass der Zünder allerdings noch intakt ist. Das Sprengkommando wird gegen halb 12 Uhr in Rosenheim erwartet.

Erstmeldung 10.20 Uhr:

Bei Bauarbeiten in der Kunstmühlstraße wurde am Montagvormittag kurz nach 10 Uhr möglicherweise eine Fliegerbombe gefunden.

Laut Stefan Sonntag, Sprecher der Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, hätten Bauarbeiter den Fund eines metallischen Gegenstandes gemeldet. Derzeit werde der Fund allerdings noch überprüft. Unter anderem wird auch ein Foto des Gegenstandes an die Spezialisten des Sprengkommandos geschickt, die dann ihre Einschätzungen abgeben, ob es sich tatsächlich um eine Bombe handeln könnte.

Die Bauarbeiten in der Kunstmühlstraße Höhe Hausnummer 2 wurden eingestellt. Innerhalb eines Radius von 50 Meter wurde vorsichtshalber abgesperrt.

Weitere Bombenfunde in Rosenheim und der Region

Am Rosenheimer Bahnhof wurden bisher schon zwei Bomben gefunden. Mitte Januar 2015 hielt eine 250 Kilo schwere Bombe die Stadt in Atem. Zuvor wurde bereits Mitte Mai 2014 eine 125-Kilo-Bombe gefunden. Damals mussten rund 3.900 Bürger evakuiert werden.

Quelle: rosenheim24.de

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Martina Hunger

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