Digitalfunk kommt 2015

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Die Digitalfunk-Infoverantaltung in Flintsbach.

Flintsbach - Im Januar 2015 soll die Testphase für den behördlichen Digitalfunk beginnen. Seine flächendeckende Inbetriebnahme in Bayerin ist für Ende 2015 geplant.

Der Digitalfunk sei kein Phantom, er werde kommen, sagte Markus Dengler vom Bayerischen Innenministerium auf der ersten von vier Informationsveranstaltungen der Hilfsorganisationen im Landkreis Rosenheim.

In den Räumlichkeiten der Ambulanz Rosenheim in Flintsbach brach Landrat Josef Neiderhell in seiner Begrüßung eine Lanze für den Digitalfunk. Er erinnerte an den Bau der hochmodernen integrierten Leitstelle in Rosenheim und den damit verbunden Möglichkeiten, komplizierte Einsätze zu koordinieren. Die Einführung des Digitalfunks ist für den Landrat nur der konsequente nächste Schritt.

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In Deutschland wird das neue Funksystem seit 2007 eingeführt. Von den rund 4.500 benötigten Sendeanlagen sind bisher mehr als 3.600 errichtet. 72 Prozent der bundesdeutschen Fläche sind mit Digitalfunk versorgt. Bayern steht am Ende dieser Entwicklung, lediglich in der Landeshauptstadt München funktionieren die neuen Funkgeräte. Nach Auskunft von Markus Dengler sind im flächenmäßig größten Bundesland mehr als 900 Standorte für Sendemasten nötig um eine optimale Funkversorgung zu ermöglichen.

22 davon entfallen auf die Stadt und den Landkreis Rosenheim. Die meisten dieser regionalen Standorte sind bereits gesichert, sagte Helmut Roche von der Telent GmbH, das Unternehmen kümmert sich um die Suche und Gewinnung der Standorte für Funkstationen. Nur bei einigen wenigen gebe es noch Probleme, so Roche.

Markus Dengler vom Bayerischen Innenministerium präsentierte in seinem kurzen Vortrag einen konkreten Zeitplan. Eine Informationsveranstaltung für die Einsatzkräfte im Oktober dieses Jahres steht am Anfang einer intensiven Vorbereitungszeit. Mit Beginn der Testphase im Januar 2015 sollen Polizei, Feuerwehren und Rettungsdienste nach Möglichkeit den Digitalfunk nutzen um Probleme feststellen und beseitigen zu können. Parallel dazu steht die analoge Funktechnik für alle Fälle noch zur Verfügung.

Dengler ging auch auf die immer wieder gestellte Gesundheitsfrage ein. Nach aktuellen Erkenntnissen der Wissenschaft sei Digitalfunk gesundheitlich unbedenklich, sagte er. Mit der Tetradigitalfunktechnik werde der Grenzwert lediglich zu drei Prozent ausgenutzt. Auch der immer wieder in die Diskussion eingebrachte niedrigere Schweizer Grenzwert werde nicht geknackt. Dengler forderte die anwesenden Einsatzkräfte auf, sich in der Probephase einzumischen, Veränderungen könnten dann noch vorgenommen werden.

Für Bürgerinnen und Bürger, aber auch für die Mitglieder der Hilfsorganisationen gibt es noch drei weitere Möglichkeiten, sich über den Digitalfunk zu informieren. Die Veranstaltungen finden am 21. März im Feuerwehrhaus in der Landingerstraße 6 in Bad Endorf, am 8. April im Feuerwehrhaus in der Kirchdorferstraße 10 in Bruckmühl sowie am 10. April im Feuerwehrhaus in der Bürgermeister-Bodmeier-Straße 49 in Pfaffing statt. Veranstaltungsbeginn ist jeweils um 19 Uhr.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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