Frauen-Union besucht Heckscher Klinik

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Im Spielzimmer des Heckscher Klinikums, v.l.n.r.: Bezirksrat Sebastian Friesinger, Bezirksrätin Eleonore Dambach, Uschi Meishammer (FU Rosenheim-Stadt), MdB Daniela Ludwig, Oberärztin Myriam Schroeder, Sabine Balletshofe (FU Rosenheim-Land)

Rosenheim - In der Heckscher Klinik werden Kinder und Jugendliche auch wegen Schulangst therapiert. Die Frauen-Union besuchte das Klinikum.

 Die Angst vor der Schule macht Kinder und Jugendliche oft krank. „Wir sehen zunehmend häufig Kinder und Jugendliche mit Schulangst und Schulphobie“, sagte die Leitende Oberärztin des Heckscher-Klinikums in Rosenheim, Myriam Schroeder bei einem Besuch der Frauen-Union Rosenheim Stadt und Land. „Die Kinder klagen über Kopfschmerzen und Bauchschmerzen. Oft besuchen sie schon ein halbes Jahr lang nicht mehr die Schule, bevor sie zu uns kommen.“ Ein Grund dafür könnte nach Ansicht der Oberärztin sein, dass der Druck in den Schulen gestiegen und in den Schulen zu wenig Zeit für schwierige Kinder ist.

Beim Besuch im Heckscher-Klinikum informierte sich die Frauen-Union über Krankheitsbilder, Behandlungsmöglichkeiten und die Leistungen der Klinik. Diese gehört zum Unternehmensverbund der Kliniken des Bezirks Oberbayern. Mit dabei waren die FU-Kreisvorsitzenden aus Stadt und Landkreis Rosenheim, Uschi Meishammer und Sabine Balletshofer, die CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig sowie die beiden Bezirksräte Eleonore Dambach und Sebastian Friesinger.

In Rosenheim gibt es eine Ambulanz für Patienten von 4-18 Jahren sowie 30 voll- und zehn teilstationäre Behandlungsplätze für Patienten von fünf bis 14 Jahren. Hilfe bei der Schulangst bietet die klinikeigene Schule. „Hier haben wir kleine Gruppen und wir können Lernstrategien mit den Kindern entwickeln“, berichtete Myriam Schroeder. Sie hat es mit einer großen Vielfalt von psychischen Problemen bei ihren Patienten zu tun. „Das Spektrum reicht von Lernproblemen, Sprachstörungen, ADHS bis hin zu Ängsten, Depressionen und Zwängen.“ Auch Kinder mit Essstörungen sind dabei. „Die werden immer jünger, das ist wirklich ein Problem.“  

Über 90 Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit kümmern sich um die jungen Patienten, darunter Ärzte, Psychologen, Therapeuten und ein Team aus Erziehern und Pflegern. Die Ärzte und Psychologen versuchen, sich im Aufnahmegespräch ein umfassendes Bild vom Patienten, seinen Problemen und seiner Lebenssituation (Familie, Freunde, Schule) zu machen. Was auffällt: „Es gibt immer weniger gemeinsame Mahlzeiten, immer mehr Kinder, die ohne Frühstück das Haus verlassen“, so Schroeder. „Und bei vielen dreht sich der Nachmittag nur um Computer und Fernsehen.“ Bei emotionalen und psychischen Störungen oder schwerwiegenden Krankheiten sind die Familien überfordert.

„Wir sind deshalb froh, dass wir in Rosenheim das Heckscher Klinikum als Anlaufstelle für die Eltern und die Kinder haben“, betonte Daniela Ludwig. „Die Auslastung der Klinik zeigt auch, dass wir hier einen dringenden Bedarf haben.“

Bezirksrätin Eleonore Dambach dankte der Frauen-Union für diesen Besuch. „Der Bezirk Oberbayern leistet hier einen wertvollen Beitrag für die Familien und für die Kinder.“  

 

Pressemeldung Frauen-Union

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser