Unfall bei Schwarzach

Geisterfahrer stirbt bei Kollision auf A3

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Immer wieder kommt es zu verheerenden Unfällen, weil Autofahrer in falscher Richtung auf der Autobahn unterwegs sind. (Archivbild)

Schwarzach - Ein Geisterfahrer hat am frühen Montagmorgen auf der A3 in Richtung Österreich einen Unfall verursacht, bei dem er selbst ums Leben gekommen ist. Ein Warnsystem soll künftig vorbeugen.

Zwei weitere Menschen wurden verletzt, wie die Polizei in Straubing mitteilte. Der 38 Jahre alte Falschfahrer aus Ungarn war zwischen Schwarzach (Landkreis Straubing-Bogen) und Metten (Landkreis Deggendorf) mit einem anderen Fahrzeug kollidiert. Er wurde mit seinem Wagen gegen die Mittelleitplanke geschleudert. „Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war er bereits tot“, sagte ein Polizeisprecher. Zwei Menschen in dem anderen Fahrzeug kamen mit Verletzungen in ein Krankenhaus. Die Hintergründe der Geisterfahrt sind noch unklar. Die Polizei hat einen Gutachter eingeschaltet. Die A3 war für vier Stunden gesperrt.

Modellprojekt: Warnsystem zur Verhinderung von Geisterfahrten

In einem Modellprojekt soll bald auf einer Autobahn im Raum München ein Geisterfahrer-Warnsystem in Betrieb gehen. Dafür wurden die Ausfahrten auf der A9 bei Garching-Süd, Garching-Nord und Eching mit elektronischen Warnelementen ausgerüstet. Wann die Anlage scharf gestellt wird, ist noch unklar.

Das System soll alle Autofahrer in dem Bereich der Fernstraße über Radio, Navigationsgerät oder Internet vor einem Geisterfahrer warnen. Bislang sind an einigen Auffahrten in Bayern knallgelbe Warnschilder mit dem Hinweis „Stop Falsch“ nach dem Vorbild Österreichs aufgestellt.

Jährlich 3000 Falschfahrer in Deutschland

Nach Angaben des ADAC werden in Deutschland jedes Jahr etwa 3000 Falschfahrer gemeldet, 2200 allein auf den Autobahnen - mit zum Teil fatalen Folgen. Im vergangenen August waren auf der A3 bei Passau fünf Menschen ums Leben gekommen. Der 79 Jahre alte Unfallverursacher war in Pocking in falscher Richtung auf die Autobahn gefahren, obwohl dort riesige grellgelbe Schilder mit einer ausgestreckten schwarzen Hand vor falschem Einbiegen warnen. Während seiner zwölf Kilometer langen Geisterfahrt hatten mehrere Autofahrer Notrufe bei der Polizei abgesetzt.

dpa

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