Autobahn-Gegner blitzen vor Gericht ab

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München - Die Gegner der heftig umkämpften Autobahn 94 von München ins bayerische Chemiedreieck rund um Altötting haben erneut eine juristische Niederlage kassiert.

Das Bundesverwaltungsgericht wies die Beschwerden des Bundes Naturschutz und privater Kläger gegen die Nichtzulassung der Revision vor der höchsten deutschen Verwaltungsgerichtsinstanz ab.

Damit sind die Urteile des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vom November 2010 rechtskräftig, wie das Bundesverwaltungsgericht am Mittwoch in Leipzig mitteilte. Der Abschnitt Pastetten-Dorfen durch das landschaftlich reizvolle Tal des Flüsschens Isen darf gebaut werden. “Damit rückt die durchgängige Realisierung der für den südostbayerischen Raum so lebenswichtigen Verkehrsader wieder einen entscheidenden Schritt näher“, kommentierte Regierungspräsident Christoph Hillenbrand laut Mitteilung die Entscheidung.

Erst vor drei Wochen hatte die Regierung von Oberbayern die Baugenehmigung für ein 16 Kilometer langes Teilstück zwischen Dorfen und Heldenstein erteilt. Es bildet den dritten und letzten Abschnitt der von Naturschützern und Anwohnern heftig bekämpften rund 40 Kilometer langen Trasse durchs Isental. Auf einem Abschnitt rollt der Verkehr bereits seit Sommer.

Die rund 150 Kilometer lange A94 soll Südostbayern bis zum Jahr 2020 besser an den Ballungsraum München anbinden. Um den Bau der milliardenteuren Autobahn wird seit fast 35 Jahren gerungen. Nach der erneuten juristischen Niederlage setzen die Autobahngegner nun darauf, das Projekt politisch zu verhindern.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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