34 Jahre lang Tochter missbraucht: Prozessbeginn

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Willmersbach - Er missbrauchte seine Tochter 34 Jahre lang, zeugte mehrere Kinder mit ihr. Jetzt muss sich der Angeklagte vor dem Landgericht Nürnberg verantworten.  

Der 69 Jahre alte Angeklagte muss sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft vom 28. November an vor dem Landgericht Nürnberg/Fürth verantworten. Er soll fast 34 Jahren lang seine heute 46-jährige Tochter vergewaltigt haben. Der Anklagebehörde zufolge räumt der Rentner den Sex mit seiner Tochter zwar ein, spricht aber von stets einvernehmlichen Kontakten.

Zur Aufklärung der schweren Vorwürfe will das Gericht während der sechs Verhandlungstage 24 Zeugen und drei Sachverständige aufbieten. Die Tochter des Angeklagten wird als Nebenklägerin auftreten. Der Fall hatte nach seinem Bekanntwerden Mitte September Erinnerungen an den österreichischen Fall “Fritzl“ geweckt. Dieser hatte seine Tochter 24 Jahre lang in einem Keller gefangen gehalten und sie unzählige Male vergewaltigt. Dabei zeugte er mit ihr sieben Kinder.

Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft hat der Angeklagte seine Tochter 497-mal missbraucht. Als Erwachsene brachte sie drei behinderte Söhne von ihm zur Welt. Zwei von ihnen starben im Kindesalter. Die mutmaßlichen Taten waren erst zu Beginn dieses Jahres ans Tageslicht gekommen - wegen einer anderen kriminellen Handlung. Die Frau hatte einen Arzt für die Behinderung eines der Kinder verantwortlich gemacht und versucht, die Gattin des Mediziners zu erpressen. Dafür wurde sie zu einer Bewährungsstrafe verurteilt - und bekam eine Bewährungshelferin, der sie sich letztlich anvertraute.

dpa

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