Johann-Rieder-Realschule wird erweitert

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Die Johann-Rieder-Realschule ist schon lange zu klein.

Rosenheim - Die Johann-Rieder-Realschule soll ihre lange erwartete Erweiterung bekommen. Dafür stellte der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt die Weichen.

Endlich will die Stadt die Erweiterung der Johann-Rieder-Realschule anpacken. Sie ist längst überfällig. Doch bisher fehlte das Geld. Jetzt versicherten Oberbürgermeisterin und Stadträte im Haupt- und Finanzausschuss, dass sie es ernst meinen.  Lehrer und Eltern füllten die Zuschauerplätze, um zu verdeutlichen: "Wir wollen uns nicht mehr vertrösten lassen."

Ihre Skepsis ist verständlich, denn schon vor gut zwei Jahren war beschlossen worden, die Schule so auszubauen, dass der schulische Alltag nicht mehr von Raumnot geprägt ist. Im Frühjahr 2009 fasste der Stadtrat den Beschluss, den Eingangsbereich umzubauen und das Lehrerzimmer zu vergrößern. Doch die Baumaßnahme wurde Opfer der Finanzkrise. Die Stadt hatte kein Geld.

Zuletzt waren 2007 sechs Klassenzimmer und zwei große Mehrzweckräume angefügt worden, die jeweils abgeteilt als Klassenräume zu nutzen sind. Seither ist die Zahl der Schüler kontinuierlich gestiegen. Derzeit werden an der Johann-Rieder-Realschule 37 Klassen unterrichtet, wovon zwei Klassen ins Finsterwalder-Gymnasium und das Mensagebäude ausgelagert sind. Neben Klassenräumen fehlen auch entsprechende Fachräume.

Allerdings muss sich die Stadt bei ihrer Ausbauplanung nicht an der Zahl von 37 Klassen orientieren. Bei der Feststellung des Raumbedarfs wurde die Planung des Landkreises Rosenheim, in Prien eine weitere Realschule zu errichten sowie die demografische Entwicklung in Stadt und Landkreis Rosenheim berücksichtigt. Nach einer aktuellen Prognose der Dienststelle des Ministerialbeauftragten für die Realschulen in Oberbayern-Ost wird sich die Schülerzahl bis zum Schuljahr 2018/19 so weit reduzieren, dass es dann nur mehr 31 Klassen gibt.

Um das Raumprogramm erfüllen zu können, sind zusätzlich fünf Klassenzimmer, zwei Ausweichräume, ein Physiksaal, ein Biologie-Übungssaal, ein Textilarbeitsraum, ein Nebenraum für Textilarbeiten und eine Pausenhalle notwendig. Zudem sind etliche Räume zu klein und müssten vergrößert werden, vor allem auch das Lehrerzimmer.

In scharfem Ton wies Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer Kritik des Grünen-Stadtrats Franz Lukas zurück, die Stadt habe sich übermäßig lange Zeit gelassen. Zwar räumte sie ein, die Maßnahme sei längst überfällig, doch gleichzeitig zählte sie auf, was die Stadt im schulischen Bereich zu bewältigen hatte, angefangen beim Sonderkonjunkturprogramm "Energieeffizienz" über das Mensaprogramm bis zum Bau eines neues Förderzentrums und den Ausbau der Fürstätter Schule. Zudem habe es "unglaubliche" Schulreformen bei den Gymnasien und den Realschulen gegeben, beides verbunden mit baulichen Maßnahmen. "Wir haben die Hände nicht in den Schoß gelegt", stellte sie fest. Man werde jetzt in die Planungen einsteigen und diese "hoffentlich" 2012 realisieren können.

Der Haupt- und Finanzausschuss empfahl, im Hinblick auf die Aufstellung des Haushaltes 2012 eine Vorentwurfsplanung mit Kostenschätzung erstellen zu lassen, als Grundlage für einen Projektbeschluss des Stadtrats.

re/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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