Zäune und Zelte an der Grenze?

Kontingentübergang Kiefersfelden: Das kommt auf uns zu

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Kufstein/Kiefersfelden - Jetzt also doch! Der Grenzübergang zu Kufstein wurde am Mittwoch offiziell zu einem Kontingentübergang erklärt. Was wird jetzt an der Grenze passieren?

Wie das Landratsamt Berchtesgaden am Mittwochmittag mitteilte, wird der Kontingentübergang Laufen geschlossen. Stattdessen wird Kiefersfelden jetzt zu einem neuen Kontingentstandort erklärt. "Das bedeutet, dass dort ein zentraler Übergabeort von Asylsuchenden, die von Österreich nach Deutschland kommen, entsteht", so der Sprecher der Bundespolizei Rosenheim, Thomas Gigl, gegenüber rosenheim24.de.

Die Flüchtlinge würden in Kufstein in den Nahverkehrszug nach Rosenheim steigen, registriert und von Rosenheim aus mit Bussen momentan weiter nach Erding gefahren.

Einreise ausschließlich über die Schiene

Da die Einreise ausschließlich über die Schiene stattfinde, entstehen laut Gigl keine zusätzlichen Einschränkungen für den Verkehr. Es würden auch keine Zelte oder Zäune in Kiefersfelden aufgebaut.

Bei der Anzahl der Einreisenden handle es sich stets um handhabbare Gruppengrößen, die alle in einen Reisebus passen, so Gigl weiter.

Für den Landkreis Rosenheim ändert sich ansonsten vorerst nichts. "Das Landratsamt hat damit im Prinzip nichts zu tun. Unsere Behörde hat damit keinen Mehraufwand", sagte Landratsamt-Sprecher Oliver Winter gegenüber rosenheim24.de. Dieser würde nur bei einem Notfall entstehen, wenn z.B. der Ansturm der Flüchtlinge so groß würde, dass kurzfristig zusätzliche Unterkünfte bereitgestellt werden müssten.

Pressemeldung des Landratsamtes BGL im Wortlaut:

Der Grenzübergang Laufen/Oberndorf wurde jetzt auch offiziell als Übergabepunkt zur Übernahme von Flüchtlingen aus Österreich aufgelöst. Der bayerische Landespolizeipräsident Prof. Dr. Wilhelm Schmidbauer teilte Landrat Georg Grabner folgendes mit:

"Das Bundespolizeipräsidium Potsdam als zuständige Grenzbehörde hatte zunächst am 30.10.2015 mit den zuständigen österreichischen Behörden zur koordinierten Abwicklung des Zustroms von Migranten u. a. den Grenzübergang Laufen als einen von insgesamt fünf Grenzübergangspunkten festgelegt. Im Rahmen einer am 03.11.2015 stattgefundenen Telefonschaltkonferenz zwischen Vertretern des Bundesministeriums des Innern, der Bundespolizei und des Bundesministeriums des Innern der Republik Österreich sowie des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr, wurde nun jedoch vereinbart, den ursprünglich als Übergabepunkt vordefinierten Grenzübergang Laufen aufzugeben."

sse

Quelle: rosenheim24.de

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