Bei Krebsdiagnose nicht zu lange zögern

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Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie Dr. med. Markus Wöhr hält das Schlusswort beim diesjährigen Urologentag

Rosenheim - Rund 60 Besucher kamen zum Urologentag und informierten sich über das Gebiet der Krebstherapie. Auch Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer betonte, wie wichtig präventive Maßnahmen sind.

Das frühlingshafte Wetter verhinderte einen richtigen Besucheransturm. Trotzdem wurden rund 60 Teilnehmer gezählt. Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer betonte in ihrer Begrüßung wie wichtig präventive Maßnahmen sind.

„Wenn sich das Gesundheitswesen dahingehend entwickelt, dass keine Vorsorgemaßnahmen mehr finanziert werden, dann halte ich das für sehr bedenklich“, so die Oberbürgermeisterin. Heutzutage wird im Internet recherchiert und es besteht die Gefahr unsachgemäßer Beeinflussung mit sehr fragwürdigen und zweifelhaften Therapien, die die Hoffnung auf Heilung wecken. Es ist sehr leichtfertig auf diese Art wertvolle Zeit zu verlieren, wenn vor Ort die Fachkompetenz ist.

Einen Schwerpunkt des diesjährigen Urologentages bildete das Thema Blasenkrebs. Außer Frage steht, dass die Überlebensrate höher ist, je eher sich der Patient einer Operation unterzieht. Festgestellt wurde allerdings, dass 70 % der Patienten, die sich verzögert operieren lassen, erst eine zweite ärztliche Meinung eingeholt haben. Wertvolle Zeit, die nicht mehr aufgeholt werden kann, geht dabei verloren.

Nicht von der Hand zu weisen, sind offensichtliche familiäre Zusammenhänge beim Prostatakrebs. Von einer familiären Belastung spricht man, wenn z. B. der Vater und zwei Brüder betroffen sind. Hier werden engmaschige Vorsorgeuntersuchungen ab dem 40. Lebensjahr empfohlen. Allerdings konnte bei Prostatakrebs bisher noch keine genau definierte genetisch bedingte Veränderung als Mitursache, wie beispielsweise bei Brustkrebs, nachgewiesen werden.

Wie während des Urologentages zu erfahren war, wird auf dem Gebiet der Krebstherapie sehr aktiv geforscht und die Durchführung vieler Studien vorangetrieben. Allerdings gab es auch bei diesem Kongress leider keine bahnbrechenden Erfolgsmeldungen zu den Heilungschancen.

Insgesamt war der Urologentag für alle Besucher wieder einmal eine Bereicherung. Während der Pausen informierten sich die interessierten Gäste bei den Ständen der Industrie und tauschten sich gegenseitig über Neuerungen aus.

Pressemitteilung RoMed Klinikum Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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