Streit ums Schneeräumen

Hackl Schorsch verletzt: Nachbar verurteilt

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Georg Hackl trat als Zeuge vor Gericht auf. Sein Nachbar saß auf der Anklagebank.

Laufen - Es war ein handgreiflicher Streit unter Nachbarn. Das Opfer ist in diesem Fall Rodel-Idol Schorsch Hackl. Sein Nachbar wurde nun wegen Körperverletzung verurteilt.

Wegen eines Angriffs auf Rodel-Legende Georg ("Schorsch") Hackl ist ein Nachbar von ihm zu acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht Laufen (Landkreis Berchtesgadener Land) sah es am Mittwoch als erwiesen an, dass der 65-Jährige dem dreifachen Olympiasieger bei einem Streit ums Schneeräumen in Bischofswiesen einen 50 Zentimeter langen Eisennagel ins Gesicht geschlagen hat. Es verurteilte ihn wegen gefährlicher Körperverletzung.

Der 46-jährige Hackl hatte dabei eine stark blutende Platzwunde über dem linken Ohr erlitten - und das, obwohl er an jenem Mittag des 9. Januar beim Schneefräsen eine Mütze getragen hatte. Die Wunde musste genäht werden. Zudem erlitt Hackl eine Schädelprellung.

Der Verurteilte muss zusätzlich zur Bewährungsstrafe 2000 Euro an den Kinderschutzbund zahlen. Der Staatsanwalt hatte im Prozess neun Monate zur Bewährung gefordert, der Verteidiger auf Freispruch plädiert. Unmittelbar nach dem Urteilsspruch kündigte der Anwalt an, Rechtsmittel gegen das Urteil einzulegen.

Der Nachbarschaftsstreit von Hackl und der Familie des Verurteilten zieht sich schon seit Generationen hin. In seiner Vernehmung als Zeuge räumte der einstige Ausnahmeathlet ein, seinen Kontrahenten an jenem Wintertag provoziert zu haben. Er habe weiter Schnee in dessen Garten geworfen, obwohl ihn sein Nachbar aufgefordert hatte, damit aufzuhören. Sein Nachbar habe ihn jedoch mit dem Gartenschlauch nass gespritzt. Das habe ihn zu der Reaktion veranlasst - nach dem Motto "I mog koa Wasser und er mog koan Schnee."

dpa

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