Lawinen-Drama: Jakob erzählt vom Schnee-Schock

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Ein Foto von der Rettungsaktion. Deutlich zu erkennen sind die orangfarbenen Lawinen-Airbags an Jakobs Jacke.

Söchtenau/Fügenberg - Eine gebrochene Schulter ist alles, was ein Söchtenauer physisch vom Lawinenunglück davonträgt: Nun ist er wieder daheim - und erzählt vom Horrorerlebnis.

Es waren "nur" zehn Minuten - aber bestimmt die längsten zehn Minuten seines Lebens. Eine Lawine am Osthang des Tiroler Gipfels Metzen riss den Söchtenauer Installateur Jakob am Dienstag mit in die Tiefe. Als er wieder zu Bewusstsein kam, befand er sich 1,50 Meter unter Eis und Schnee - bis er zehn Minuten später gerettet wurde.

Unter dem Schnee war alles um ihn herum ruhig und schwarz

"Ich habe keine Erinnerung daran, was unmittelbar nach dem Auslösen der Lawine passiert ist", erzählt der 24-Jährige dem Oberbayerischen Volksblatt. Plötzlich sei alles ruhig um ihn herum gewesen - und schwarz. Eine wahre Horrorvorstellung!

Gegen 12.20 Uhr machte sich der Söchtenauer am Dienstag auf den Weg. Vom Gipfel des 2355 Meter hohen Gipfels im Zillertal sollte es eine Freerider-Abfahrt hinunter gehen. Bis zu 45 Grad und mit Felsen durchsetzt war der Hang. Gut 150 Meter unterhalb des Gipfels löste er die Lawine aus.

Er hörte die Kratzgeräusche, als ein Kanadier nach ihm gräbt

"Das Abbrechen der Lawine habe ich natürlich gehört, ich habe nach hinten geschaut und schon ging es dahin", berichtet Jakob dem Oberbayerischen Volksblatt. Als er Kratzgeräusche hört, steigt in ihm die Hoffnung. Ein kanadischer Skifahrer, den er erst an der Bergstation kennenlernte, gräbt nach ihm - er hat ein Lawinensuchgerät bei sich.

Dass der Kanadier nicht noch tiefer graben musste, liegt auch an den orangfarbenen Lawinen-Airbags an Jakobs Jacke. Sie konnten ihn beim Abgang noch etwas an der Oberfläche halten.

Wie das Oberbayerische Volkblatt in seiner Ausgabe am Donnerstag berichtet, ist der 24-jährige Installateur nun wieder daheim. Nur zwei Tage, nachdem er dem Tod unter den Schneemassen schon ins Auge blicken musste. Alles was ihm an physischen Schäden vorerst bleibt, ist eine schmerzende Schulter.

Den vollständigen Bericht lesen Sie auf ovb-online.de und in den OVB-Heimatzeitungen.

Quelle: rosenheim24.de

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