Logo-Sieg für Wiesn-Fan Lisa Brem

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Die 17-jährige Lisa Brem mit ihrem Originalentwurf für den Jubiläumsmasskrug.

Rosenheim  - Die Wiesnbesuche seit ihrer Kindheit dienten Lisa Brem als Inspiration um das Motiv für den Jubiläumskrug anlässlich des 150. Rosenheim Herbstfests zu entwerfen.

Dass Lisa Brem den Leserwettbewerb um das schönste Logo für den Jubiläumskrug zum 150. Rosenheimer Herbstfest gewinnen würde, daran hatte die 17-Jährige bis zum Schluss nicht so recht geglaubt. Umso größer ist die Freude über den Sieg.

"Ich wollte schon immer gerne mal wissen, wie sich die Wiesn in einer Box im Festzelt anfühlt", strahlt die aus Bruckmühl stammende und seit kurzem in Naring (Gemeinde Weyarn) lebende Schülerin. Bald wird sies erfahren, denn der Wettbewerbssieg bescherte der 17-Jährigen zwei zünftige Abende auf der Jubiläumswiesn für jeweils acht Personen, einmal in der Brauereibox der Brauerei Auer und einmal beim Flötzinger.

Zwar war der Andrang aus dem Bekanntenkreis nach Bekanntwerden des Sieges riesig - "jedermann war auf einmal der beste Freund und wollte unbedingt mitgehen", schmunzelt die junge Frau. Doch nimmt sie nur einen der beiden Abende für sich und die sieben engsten Freunde in Anspruch. Den anderen schenkt sie ihrer Mutter und deren Freund. Letzterer hatte sie überhaupt erst auf den Wettbewerb aufmerksam gemacht und zur Teilnahme ermuntert.

Den Bezug zum Thema musste die junge Frau nicht erst groß herstellen. Seit sie denken kann, ist Lisa Brem Fan der Rosenheimer Wiesn. Und so gehörte für sie das Motiv des Riesenrads unbedingt mit aufs Logo, künstlerisch verwoben mit der Rosenheimer Stadtrose als Null - Bestandteil der stilisierten Zahl 150. Ebenso untrennbar zur Wiesn zählen in ihren Augen die Brezn sowie der Trommler und das tanzende Mädchen in Tracht, die sich mit ihren Masskrügen zuprosten.

All diese Motive - gehalten in den Farben des Rosenheimer Wappens Rot, Gold, Silber und Grün - sind nun künstlerisch vereint auf dem streng limitierten Jubiläumsmasskrug (150 Stück) zu finden, der bereits im Vorfeld heiß begehrt und ab der kommenden Woche erhältlich ist.

Die Entwürfe ihrer Mitbewerber hätten ihr auch sehr gut gefallen, betont die Siegerin des Wettbewerbs, den der Wirtschaftliche Verband Rosenheim zusammen mit dem Oberbayerischen Volksblatt ausgelobt hatte. Von der Umsetzung ihres eigenen Entwurfs sei sie hingegen am Anfang sogar "ein bisserl enttäuscht" gewesen, räumt Lisa Brem ein. "Mir gefallen die schwarzen Konturen nicht so gut. Das wirkt jetzt alles recht deftig. Ich bevorzuge mehr das Filigrane."

"Aus dem Krug schmeckt das Bier bestimmt gleich noch besser", prophezeien jedoch ihre Freunde, die sich schon auf den gemeinsamen Wiesnabend freuen. "Den werden wir ganz klassisch verbringen: Erst einmal ein bisschen rumstromern, mit ein paar Fahrgeschäften fahren und dann einmal nicht nach einem Platz suchen und sich irgendwo dazubazen müssen, sondern in der Box ausgelassen feiern und ein Wiesnhendl genießen", meint die Schülerin, die seit ihrem Realschulabschluss die Kunst-Fachoberschule in München besucht. Das erste Jahr mit Praktikum am bayerischen Staatsschauspiel ("eine harte Zeit") hat sie bereits hinter sich, Ziel ist nun das Fachabitur.

Ob sie die Kunst auch zum Beruf machen wird? "Es ist schwer, meine Leidenschaften zu kombinieren. Ich würde gerne auf die Uni für Kunst und Design nach Bozen gehen. Aber Lehramt für Französisch und Englisch wäre halt doch bodenständiger", meint Lisa Brem noch etwas unentschlossen. Eins weiß sie dagegen schon jetzt: Der Jubiläumskrug bekommt bei ihr zu Hause einen Ehrenplatz: "Und den werde ich eines Tages ganz stolz meinen Enkeln zeigen."

Eva Langwieder (Oberbayerisches Volksblatt)

Quelle: rosenheim24.de

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