Mangfallbrücken preisgekrönt

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Elegant überspannt die Holzbrücke, kombiniert mit Stahl, die Mangfall und verkürzt den Weg zum Innzipfel - hier von der Gervais-Eisenbahnbrücke aus gesehen.

Rosenheim - Für die Mangfallbrücken, gebaut im Rahmen der LGS, hat das Berliner Architekturbüro A 24 Landschaft den dritten Preis im Wettbewerb um den Bayerischen Holzbaupreis gewonnen.

Für die Mangfallbrücken, gebaut im Rahmen der Landesgartenschau 2010, erhält das Berliner Architekturbüro A 24 Landschaft den dritten Preis im Wettbewerb um den Bayerischen Holzbaupreis 2010.

Das Architekturbüro A 24 hat den Werkstoff Holz auf den Brücken und Stegen im Landesgartenschaugelände mit Stahl kombiniert. Der Holzbohlenbelag bildet eine Gesamtfläche von rund 3000 Quadratmetern.

Der Bayerische Holzbaupreis wird vom Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, dem Landesbeirat Holz Bayern, der Bayerischen Architektenkammer und der Bayerischen Ingenieurekammer Bau seit 1978 alle vier Jahre verliehen. Fünf Gewinner erhalten dabei insgesamt 10 000 Euro. Die Preise wird der Bayerische Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Helmut Brunner, im Januar 2011 während der "Bau 2011" auf dem Messegelände in München-Riem verleihen.

Erste Mangfallbrücke für die LGS

In diesem Wettbewerb geht es vor allem um vorbildlich konstruierte, umweltfreundliche und kostengünstige Bauten aus Holz. Mit der Preisverleihung weisen die Initiatoren auf die Vorteile der Verwendung von Holz hin, einem lebendigen Baustoff mit hervorragenden baubiologischen und technischen Eigenschaften, leicht zu bearbeiten, schall- und wärmedämmend und als nachwachsender Rohstoff in großen Mengen und ohne weite Transportwege verfügbar. Außerdem hat Holz eine unschlagbare Ökobilanz: Ein Kubikmeter entzieht der Atmosphäre während seines Wachstums eine Tonne Kohlendioxid.

Das Berliner Büro hat das Landesgartenschaugelände unter anderem mit einem Aussichtssteg und zwei Brücken über die Mangfall erschlossen, die dauerhaft den Zugang zu dem Parkgelände ermöglichen. Die Stege und Brücken sollen nicht nur Verbindungen schaffen, sondern auch Aussichts- und Aufenthaltsorte, die, leicht erhöht, Ein- und Ausblicke in die neue Parklandschaft ermöglichen.

Von den Erfahrungen bei den Planungen der Landesgartenschau in Rosenheim profitiert das Berliner Büro darüber hinaus. Es hatte sich schon früher an Wettbewerben zu Landesgartenschauen beteiligt, aber erstmals in Rosenheim den ersten Platz belegt. Auf der soliden Basis dieser Erfahrungen hat das Architekturbüro vor wenigen Tagen den Zuschlag für die Gestaltung der Landesgartenschau 2016 im schwäbischen Öhringen bekommen. Darüber hinaus wird es die Landesgartenschau 2014 im hessischen Gießen und im selben Jahr in Schwäbisch-Gmünd, Baden-Württemberg, gestalten.

Belobigung für Neugestaltung des Ludwigsplatzes

Auch beim Städtebaupreis, den die Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung vergibt, ging Rosenheim nicht leer aus. Die Planer SEP München, Baur und Deby, die Bauleiter und die Stadt Rosenheim erhielten eine Belobigung für die Neugestaltung des Ludwigsplatzes. Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben. Die Verleihung fand in Essen statt.

Ingesamt reichten 65 Teilnehmer ihre Projekte für den Städtebaupreis ein. Den ersten Preis erhielt die Stadt Münster zusammen mit einem Architektenbüro für die Umwandlung der letzten großen Kriegsbrache in der Innenstadt in ein lebendiges Stadtviertel. Neben dem ersten Preis gibt es Auszeichnungen, die nach den Worten von Jens Kunert von der Akademie mit einem zweiten Platz und Belobigungen, die einem dritten Platz gleichzusetzen sind. In diese Kategorie fällt die Belobigung für die Gestaltung des Rosenheimer Ludwigsplatzes. Die Juroren würdigten sowohl die optische Aufwertung als auch die Umwandlung des Bereichs zwischen Max-Josefs-Platz Straße in eine Ruhezone für Passanten.

Beim Verkehrsplanerpreis des Verbandes für Stadt- und Regionalplanung Berlin kam der Ludwigsplatz zumindest in die engere Wahl der letzten fünf.

Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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