Höchste Auszeichnung der deutschen Brauwirtschaft

"Wäre nicht möglich gewesen, ohne so eine tolle Mannschaft!"

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Links: Inhaber und Geschäftsführer Dr. Erich Prinz von Lobkowicz, rechts: Braumeister Josef Kronast

Maxlrain - Die Schlossbrauerei Maxlrain aus Tuntenhausen ist vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mit dem Bundesehrenpreis in Gold ausgezeichnet worden. Das sagen Brauereiinhaber und Braumeister zu der Ehrung:

Es ist die höchste Ehrung, die eine Brauerei für ihre Qualitätsleistungen erhalten kann: Der DLG Bundesehrenpreis in Gold. Die Schlossbrauerei Maxlrain wurde damit "im Jahr des Bieres" als Brauerei des Jahres 2016 ausgezeichnet.

Die Freude bei den "Maxlrainern" könnte nicht größer sein: "Dass das im Jahr von 500 Jahren Reinheitsgebot gelingt, ist natürlich umwerfend, weil das ganz bestimmt das große Ziel aller an dieser DLG Bewertug teilnehmenden Brauereien gewesen ist. Wir freuen uns so, dass das im neunten Jahr hintereinander geklappt hat", strahlt Inhaber und Geschäftsführer Dr. Erich Prinz von Lobkowicz

Den größten Anteil an dieser Auszeichnung hat natürlich der Braumeister. In acht von diesen neun Jahren ist Braumeister Josef Kronast für die konstante Qualität verantwortlich. "Es beginnt natürlich alles mit der Rohstoffauswahl. Wir gehen da sehr akribisch vor und haben seit vielen Jahren den Weg eingeschlagen, dass wir alteingesessene Gerstensorten verwenden, die eigentlich heut zu Tage gar keiner mehr anbauen will, sondern nur hochgezüchtete Sorten, die sehr ertragsreich sind. Wir sind aber der Überzeugung, dass diese alten Sorten das I-Tüpfelchen im Bier sind", erklärt Kronast sein Erfolgsrezept.

Die Brauerei verwendet nur bayerische Zutaten für ihr Bier. Sie nimmt damit an der geschützten geografischen Lage "geschütztes bayerisches Bier" teil. Was den Rohstoff Wasser anbelangt, ist die Schlossbrauerei Maxlrain in der glücklichen Lage, einen eigenen Brunnen im Mangfalltal zu besitzen.

Die Rohstoffe sind aber nur eine Basis für gutes Bier. Die zweite Basis seien laut Kronast seine sehr gut ausgebildeten Mitarbeiter, die ihr Bestes geben. "Der beste Braumeister der Welt kann so einen Erfolg nicht erringen, wenn nicht eine super ausgebildete und motivierte Mannschaft hinter ihm steht."

Auf die Frage hin, ob man das überhaupt noch toppen könne, antwortete Kronast, dass man so ein Ereignis, in Kombination mit 500 Jahren Reinheitsgebot wohl die nächsten 500 Jahre nicht mehr bekommen werde

Es fällt auf, dass es wenige große Brauereien gibt, die an dem Wettbewerb teilnehmen. Prinz von Lobkowicz hat dafür eine psychologische Erklärung: "Es gibt ganz große Brauereien, die mitmachen, allerdings sind die selten, oder nie auf den vordersten Plätzen. Aber es gib auch eine ganze Reihe, wie Becks, Paulaner oder Augustiner, die nie mitmachen." Die Brauereien, welche nicht mitmachen, stellen sich nach Vermutung von Lobkowitz einfach nicht der Sache, da sie ihre Wachstumsraten nicht beeinflussen möchten.

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Ein Auge aus technischer Sicht warf Josef Kronast auf die Fragestellung: "Man muss sagen, dass die Großen zum Teil auch mitmachen, viele aber auch nicht. Es gibt heutzutage keine schlechten Biere mehr und die großen Brauereien machen auch technisch und geschmacklich perfektes Bier, aber sie müssen natürlich eine viel größere Bandbreite an Kunden zufrieden stellen." Daher können diese eventuell keine so individuelle Note mehr in ihr Bier mit einfließen lassen, so die Vermutung des Braumeisters. "Viele fragen mich immer, wie machst du das denn? Ich antworte dann, dass ich nichts Anderes mache, wie die Biertrinker auch. Wir verkosten immer am Ende einer Abfüllwoche die Biere. Ich schenke es in ein Glas ein und schaue mir den Schaum an, Farbe, Geruch und Sensorik. So wird das dann eingeschickt. Ich kann hier nicht irgendwelche aufwändigen analytischen Sachen machen, weil wir die gar nicht haben. Ich muss es mir so ansehen, wie jeder Biertrinker auch."

Für Prinz von Lobkowicz ist sein Lieblingsbier übrigens stimmungsabhängig: "Unheimlich gut ist die Schloss Weisse. Die trinke ich regelmäßig, auch gerne die Zweite und die Dritte. Und auch wahnsinnig gut ist das Schloss Gold." Braumeister Kronast's Lieblingsbier ist ebenfalls das klassische Schloss Gold. Aber auch die Saisonbiere, wie das Kirta Bier oder der Jubilator haben es ihm angetan. 

Quelle: mangfall24.de

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