Eröffnung mit Wirtschaftsministerin Ilse Aigner

Startschuss für die Messe Rosenheim 2015

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Samstagvormittag fiel im wahrsten Sinne der Startschuss für die Messe Rosenheim

Rosenheim - Im Beisein von Wirtschaftsministerin Ilse Aigner fiel am Samstag der Startschuss für die Messe Rosenheim. Zum Auftakt drehte sich vieles um das Thema Energie. NEUE BILDER

Mit einem mehrfachen Salut fiel am Samstagvormittag der Startschuss für die Messe Rosenheim 2015. Ehrengast der feierlichen Eröffnung in der Inntalhalle (zugleich Messehalle Nummer sechs) war Wirtschaftsministerin Ilse Aigner.

Aigner: "Wir sind bei allem Spitze"

In ihrer Festansprache spannte sie einen weiten Bogen von der Wirtschafts- und Steuerpolitik bis zur Energiepolitik. Aigner Fazit war ein positives: "Wir sind bei allem Spitze, nur bei einem geht es auf Talfahrt und da ist es auch richtig, denn das ist die Arbeitslosigkeit."

Wirtschaftsministerin Ilse Aigner

Aigner sprach verschiedenste politische Themen an. Zum Mindestlohn sagte sie, es gehe um "praktikable Lösungen", bei der Erbschaftssteuer für Betriebsübergaben forderte Aigner eine Steuerbelastung "so minimalinvasiv wie möglich" und zum Solidaritätszuschlag sagte die Ministerin: "Wir haben eine befristete Steuer versprochen und wir werden sie nach und nach abschmelzen."

Beim Thema Energie drei Stufen im Blick

Landrat Wolfgang Berthaler

In der Energiepolitik hat Aigner drei Stufen im Blick. Zum Thema Energieeffizienz und dezentrale Lösungen sagte Aigner: "Wir werden ein Zehntausend-Häuser-Programm auf den Weg bringen." Darin sollen intelligente Systeme für das eigene Zuhause gefördert werden. Beim zweiten Aspekt, den Aigner im Blick hat, geht es um die Frage, woher die Energie kommt. Hier sprach sich Aigner dafür aus, dass es neben den Erneuerbaren Energien nicht nur Kohlekraftwerke, sondern aus Gaskraftwerke gibt. Diese seien schnell regelbar und passten deshalb zu den Erneuerbaren Energien, sagte Aigner. Erst dann – im dritten Schritt also – rede man über den Stromtransport.

Messe zeigt, "was die Region zu bieten hat"

Peter und Birgit Kinold

Neben Aigner hatte Paul Adlmaier vom Wirtschaftlichen Verband das Wort. Er äußerte die Hoffnung auf einen weiteren Besucherzuwachs bei der Messe Rosenheim. Eine Hoffnung, die Landrat Wolfgang Berthaler, der für Stadt und Landkreis Rosenheim das Wort hatte, mit Adlmaier teilt. An die Aussteller gewandt sagte Berthaler: "Sie werden hier auf der Loretowiese komprimiert zeigen, was bei uns in der Region alles geboten ist." Insgesamt zog der Landrat eine positive Wirtschaftsbilanz für Stadt und Landkreis und verwies unter anderem auf die niedrige Arbeitslosenquote im Landkreis von 3,1 Prozent. Das komme aus volkswirtschaftlicher Sicht einer Vollbeschäftigung gleich, so Berthaler.

Das Messeprogramm finden Sie hier!

Messeorganisator Peter Kinold dankte zum Messestart den Ausstellern, ohne die die Messe "nichts" wäre. Kinold gab aber auch einen kleinen Einblick, welch großer Aufwand hinter der Messe steckt. 74 Kilometer Kabel seien verlegt und 5000 Messewände aufgestellt worden.

Die Eröffnung in Bildern:

Die Eröffnung der Messe Rosenheim in Bildern

Buntes Angebot in 15 Messehallen

Die Aussteller präsentieren sich heuer in 15 Messehallen. In jeder einzelnen Halle ist das Angebot bunt gemischt. In Halle 14 finden die Besucher unteren anderem die Stadt und den Landkreis Rosenheim – mit einem täglich wechselnden Programm.

Den Samstag widmeten Stadt und Landkreis den Themen Energie und Klimaschutz. Bei den Stadtwerken Rosenheim gab es ein "Energieradeln". Auf einem speziellen Fahrrad konnten die Besucher (auf der Stelle) einen Kilometer weit radeln und dabei Energie erzeugen. Viele Besucher schafften um die 240 Watt und brauchten für den Kilometer nicht einmal zwei Minuten. Zur Belohnung gab es kleine Preise.

"Energieradeln" bei den Stadtwerken

Keine leichte Aufgabe: das Energieradeln bei den Stadtwerken

"Der Sinn ist, die Leute zur Bewegung zu motivieren", erklärte Klaus Hollnaicher von den Stadtwerken. Ganz nebenbei werden die Besucher auch noch für das Thema Energie sensibilisiert. Mit 240 Watt könnte man immerhin schon einen Fernseher antreiben, erklärte Hollnaicher. Außerdem sollten die Vertreter der Stadtwerke durch das Energieradeln bekannter gemacht werden. Durch die Aktion mit dem Radl könne man einen Bezug zu den Besuchern herstellen, sagte Walter Viehwerk von den Stadtwerken. Brauchen die Bürger dann einmal eine Beratung, hätten sie schon mal ein Gesicht und wüssten, an wen sie sich wenden können.

Die Stadtwerke beraten Häuslebauer und Hauseingentümer, wie sie ihre Immobilie am besten mit Energie versorgen – auf der Messe, aber freilich auch das ganze Jahr über. Beim Neubau ist für Walter Viehwerk die Fernwärme ein heißer Tipp: "Wenn man neu baut, ist die Fernwärme die absolut optimale Energieform."

Energieberater wollen "ganzheitlich" beraten

Gleich neben den Stadtwerken haben sich die Energieberater ihren Stand aufgebaut. Der Rosenheimer Energieberater Axel Knörr empfiehlt, vor der Installation eines Heizkessels einen Energieberater aufzusuchen. Ein gedämmtes Haus brauche schließlich einen kleineren Heizkessel. "Und ein größerer Heizkessel kostet mehr Energie", so Knörr.

Die Energieberater hatten - zur Veranschaulichung - eine Wärmebildkamera mitgebracht

Die Tätigkeit der Energieberater ist komplex. Eine Wärmedämmung ist schließlich bei Fenstern, der Fassade und dem Dach eines Hauses möglich. Es bestehe jedoch die Gefahr, dass beispielsweise ein Fensterbauer nur eine Dämmung der Fenster empfiehlt, erklärte Knörr. Wichtiges Ziel der im Bayerischen Verband der Energieberater (Bayern-Energie e.V.) organisierten Berater sei deshalb die "ganzheitliche Betrachtung". Knörr empfiehlt deshalb, bei in den jeweiligen Landesverbänden organisierten Beratern um Rat zu fragen. Diese Berater müssten sich außerdem regelmäßig weiterbilden.

Zukunftsenergiepreis für zwei Kommunen

Wer in Sachen Energieeffizienz alles richtig gemacht hat, landet dann vielleicht bei Constanze Stadler, Koordinatorin der "Energiezukunft Rosenheim". Am Stand der Hochschule Rosenheim erklärte Stadler am Samstag die Aktivitäten der Initiative. Dazu gehören regelmäßige Treffen der vielen Mitglieder sowie Workshops und Informationsveranstaltungen. Außerdem betreut die "Energiezukunft" Studien rund ums Thema Energie.

Constanze Stadler

Vielleicht das Aushängeschild der "Energiezukunft" ist der Energiezukunftspreis. Dieser Preis wird am 28. April heuer zum ersten Mal verliehen – an zwei Kommunen, die beim Thema Energie ihre Sache besonders gut gemacht haben. Mit dem Preis wollte man "den Konkurrenzkampf schüren", erklärte Stadler. Und immerhin: Heuer sind bereits sechs Kommunen dabei. Auch künftig soll es einen Energiezukunftspreis geben, "vielleicht öffnet man es für Privatgebäude", sagte Stadler. Entsprechende Anfrage habe es viele gegeben. "Das steht aber noch in den Sternen."

Die Teilnehmerprojekte des aktuellen Energiezukunftspreises werden Im Juni und im Juli in der Sparkasse Rosenheim präsentiert.

Aktionstag für Senioren am Sonntag

Am Sonntag haben Stadt und Landkreis einen Aktionstag für Senioren und Menschen mit Behinderung. Das Sozialamt und die jeweiligen Behinderten- und Seniorenbeauftragten stehen den Besuchern für Fragen und Beratungen zur Verfügung.

Von 15.00 bis 16.00 Uhr findet am Gemeinschaftsstand außerdem eine Autogrammstunde der Rosenheim Cops statt.

Ein Rundgang über die Messe Rosenheim

Die Hallen eins und zwei:

Rundgang durch die Hallen eins und zwei

Die Hallen drei, vier und fünf:

Rundgang durch die Hallen drei, vier und fünf

Die Hallen sechs bis neun:

Rundgang durch die Hallen sechs bis neun

Die Hallen zehn bis 13:

Rundgang durch die Hallen zehn bis 13

Die Hallen 14 und 15:

Rundgang durch die Hallen 14 und 15

Quelle: rosenheim24.de

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Sascha Ludwig

Sascha Ludwig

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