Bald keine Taxifahrt mehr von Salzburg nach Freilassing?

Taxifahrer: Bald nicht mehr über die Grenze?

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Mitterfelden/Bad Reichenhall - Die Bundespolizei hat einen österreichischen Taxifahrer vorläufig festgenommen. Die Salzburger Funktaxivereingung deutet nun Konsequenzen an:

Die Bundespolizei hat am Sonntag (12. April) einen österreichischen Taxifahrer vorläufig festgenommen. Der Mann wird beschuldigt, mehrere Personen eingeschleust zu haben. Außerdem hat er sich wegen einer Ordnungswidrigkeit nach dem Waffengesetz zu verantworten.

Taxifahrer wurde festgenommen

Fahnder der Bundespolizei stoppten am Sonntagmorgen an der B20 auf Höhe der Abzweigung nach Mitterfelden ein in Österreich zugelassenes Taxi. Der Taxifahrer konnte sich ordnungsgemäß ausweisen. Seine Fahrgäste hingegen hatten keine Papiere dabei. Eigenen Angaben zufolge handelt es sich um drei Erwachsene und zwei Minderjährige aus Afghanistan beziehungsweise Pakistan. Die unerlaubt Eingereisten wurden in Gewahrsam genommen und zum Revier in Bad Reichenhall gebracht. Dort stellte sich heraus, dass sie sich bereits in Ungarn und Bulgarien jeweils im Asylverfahren befinden. Sie konnten nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen vorerst an die Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet werden. Über ihren weiteren Verbleib in Deutschland wird noch entschieden.

Über Verbleib der Flüchtlinge wird noch entschieden

Den Taxifahrer nahmen die Bundespolizisten wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern vorläufig fest. Er erklärte, dass es sich bei den von ihm mitgeführten 1.500 Euro nicht um einen Schleuserlohn, sondern die Einnahmen vergangener Wochen handeln würde. Da der 41-Jährige in der Beifahrertür ein beidseitig angeschliffenes „Kampfmesser“ mitführte, wird er sich auch noch wegen eines Zuwiderhandlung gegen das Waffengesetz verantworten müssen. Das Messer wurde sichergestellt. Im Anschluss an eine Vernehmung konnte der mutmaßliche Schleuser nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft in Traunstein die Dienststelle wieder verlassen.

Bald keine Taxifahrt mehr von Salzburg nach Freilassing?

Peter Tutschku von der Salzburger Funktaxivereingung erklärte laut salzburg24.de gegenüber Salzburg heute die Situation so: „Der Lenker wurde um 7.40 Uhr zu einem normalen Funkauftrag geschickt, er konnte daher zu den Fahrgästen keine Beziehung haben.” Die Beamten nahmen den Taxifahrer wegen dem Vorwurf der Schleusung bei der Kontrolle fest, er war bis Mittag in Haft.

Laut salzburg24.de kündigte Tutschku gegenüber Salzburg heute an: „Wir werden uns das in Zukunft nicht mehr gefallen lassen. Vielleicht fahren wir gar nicht mehr nach Freilassing."

Die Bundespolizei rät Berufskraftfahrern im grenzüberschreitenden Verkehr, ihre Fahrgäste zur Sicherheit nach Pässen, Ausweisen, Visa oder anderen Papieren zu fragen und im Zweifelsfall die zuständigen Polizeibehörden einzuschalten.

Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Rosenheim / mh

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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Martina Hunger

Martina Hunger

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