Schwierigkeiten zwischen Stadt und Feuerwehr

Aiblinger Probleme erreichen Horst Seehofer

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München - Die Probleme zwischen der Stadt Bad Aibling und der dortigen Feuerwehr erreichen jetzt auch Bayerns Ministerpräsidenten Horst Seehofer.

Kreisbrandrat Richard Schrank hat das Thema beim gestrigen Helferempfang in der Staatskanzlei noch einmal angesprochen. Wie er sagte, sei es nie darum gegangen das die Feuerwehr für ihren Einsatz beim Zugunglück gelobt werden wollte, sondern um ihre Arbeitsgrundlagen, wie Radio Charivari am Dienstag berichtete.

Die Toiletten seien seit Monaten gesperrt und die Duschen funktionieren nicht. Auch die Heizanlage funktioniere nicht, viele Büros seien kalt und in der Fahrzeughalle habe es nur 20 Grad. Seehofer habe mit Kopfschütteln auf die Zustände bei der Bad Aiblinger Feuerwehr reagiert, sagte Schrank. 

Nach diesem Gespräch erhofft sich Schrank nun Unterstützung aus der Staatskanzlei für die Feuerwehr in Bad Aibling. Man wolle kein „Goldenes Feuerwehrhaus“ sondern einen Maßnahmenplan damit es Stück für Stück vorwärts gehe. Die letzten 15 Jahre sei fast nichts gemacht und nur Löcher gestopft worden, so Schrank.

Quelle: Radio Charivari

Gedenkgottesdienst und Staatsempfang

Die meisten der rund 800 Helfer des schrecklichen Zugunglücks waren am Montag im Liebfrauendom in München zu einem Gedenkgottesdienst zusammengekommen.

Regionalbischöfng Susanne Breit-Keßler und Domdekan Lorenz Wolf fanden respektvolle und emotionale Worte, um den Rettungskräften von Bad Aibling zu danken

Mehr Respekt gefordert

Wie der BR berichtete, habe Breit Keßler aber auch generell mehr Respekt für Polizisten und Rettungskräfte gefordert. Es sei unerhört, dass Polizisten immer wieder im Einsatz attackiert oder Sanitäter angepöbelt würden

"Hier müssen wir laut werden, denn diese Verrohung der Sitten trifft uns alle. Diese Gesellschaft braucht wieder Respekt vor den Menschen, die ihren Kopf hinhalten, manchmal ihr Leben einsetzen, um uns anderen zu helfen", sagte die evangelische Theologin.

"Ich hatte leichte Gänsehaut"

Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr von Bad Aibling waren ebenfalls vor Ort. Kommandant Höfer: "Es war berührend. Die Rede der Regionalbischöfin war aber auch sehr auf Krawall gebürstet." 

Höfler beschrieb auch den anschließenden Zug der Helfer vom Dom zur Residenz als sehr beeindruckend."Als etwa 30 Staatskarossen im Konvoi die Perusastraße entlang fuhren, hatte ich leichte Gänsehaut."

Auch die Rede von Horst Seehofer fand der Kommandant sehr berührend. "Ich hatte das Gefühl, dass das nicht politisches Gewäsch, sondern ernst gemeint war."

Großer Zusammenhalt

Themenseite zum Zugunglück Bad Aibling auf mangfall24.de

Man habe sich nun vorgenommen, jetzt den organisatorischen Schlusspunkt hinter die Katastrophe zu setzen. "Das war jetzt irgendwie ein Abschluss. Als wir wieder in zurück in Bad Aibling an der Wache waren, wollte niemand nach Hause. Alle Stadtteil-Feuerwehren waren da. Es sind zwar sechs selbstständige Feuerwehren, das ist aber ein Ganzes geworden. Das ist ein toller Effekt, der sich da entwickelt hat. Der Zusammenhalt ist nicht nur oberflächlich, sondern intensiv", so der Feuerwehrkommandant.

Empfang in der Residenz

Im Anschluss an den Gottesdienst waren die rund 800 hauptamtlichen und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sowie Mitglieder von Hilfsorganisationen zum gemeinsamen Empfang des Bayerischen Ministerpräsidenten und der Präsidentin des Bayerischen Landtags im Kaisersaal der Residenz geladen, die am 9. Februar 2016 in Bad Aibling an den Rettungsmaßnahmen nach dem Zugunglück beteiligt waren. Darunter sind auch Helferinnen und Helfer aus Salzburg und Tirol.

Gottesdienst für die Helfer im Liebfrauendom in München

Quelle: mangfall24.de

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