Diskussion in Rosenheim und Mühldorf

Nach München und Ansbach: Mehr Sicherheit für die Volksfeste

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Diebstähle und aggressive Betrunkene - das war bislang der hauptsächliche Aufgabenbereich der Wiesn-Wache in Rosenheim. Heuer werden die Beamten wohl ein noch schärferes Auge auf Terror-Gefahren werfen.

Rosenheim - Nach dem Amoklauf in München und den Terroranschlägen in Würzburg und Ansbach ist die Bevölkerung in Bayern verunsichert. Wie unbeschwert und sicher kann man auf dem Herbstfest feiern? 

Die CSU-Stadtratsfraktion in Rosenheim hat nun mit einem Eil-Antrag dieses Thema auf die Tagesordnung der Stadtratssitzung für den Mittwoch gesetzt. Die Fraktion möchte von der Stadtverwaltung und der Rosenheimer Polizei Auskunft über das Sicherheitskonzept bei künftigen Großveranstaltungen in Rosenheim erhalten - wie das Herbstfest und das Sommerfestival.

"Nicht zuletzt die Sprengstoffattacke beim Musikfestival in Ansbach sollte zum Anlass genommen werden, sich grundlegend mit der Sicherheit von Großveranstaltungen in unserer Stadt auseinanderzusetzen", fordert die CSU in ihrem Antrag. 

Kommt ein Rucksackverbot?

Konkret möchte die CSU mehr über Fluchtpläne, Notfallpläne, Sicherheitspersonal und Einlasskontrollen erfahren. Auch ein generelles Rucksackverbot ist für die Christsozialen ein Thema. Der Attentäter von Ansbach versteckte seinen Sprengkörper in einem Rücksack. 

Ein Rucksackverbot wird auch für das Münchner Oktoberfest angedacht. Dort glaubt Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD), dass die Besucher dafür Verständnis haben werden. Die Münchner Wiesnwirte würden ein Verbot begrüßen.

Diskussion auch vor dem Mühldorfer Volksfest

Fast zeitgleich mit dem Rosenheimer Herbstfest findet auch in Mühldorf das große Volksfest statt. Auch hier wollen Polizei, Rettungskräfte und Stadtverwaltung nach den jüngsten Vorfällen noch einmal das Sicherheitskonzept beraten"Wir nehmen die Sorgen der Bürger nach den aktuellen Ereignissen ernst", so Walter Gruber von der Stadt Mühldorf auf Anfrage von innsalzach24.de.

Der Präsident des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Robert Kopp, warb in einem Statement darum, dass die Angst nicht unser Leben dominieren dürfe. Man wolle aber die Sicherheit "greifbarer und sichtbarer" machen, so der Polizeipräsident.

rosenheim24.de wird am Donnerstagmorgen darüber berichten, wie im Rosenheimer Stadtrat über diesen Eil-Antrag diskutiert wurde. 

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser