Öffentlicher Dienst: Neue große Warnstreik-Welle

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Die zweite Streikwelle trifft Bayern am Dienstag

München - Verdi hat für kommenden Dienstag zu einer zweiten Warnstreik-Welle im öffentlichem Dienst aufgerufen. Die Arbeitsniederlegungen sollen ausgeweitet werden. Wo gestreikt wird:

Streikende aus ganz Südbayern werden sich in München zu einer großen Demonstration treffen, wie die Gewerkschaft am Donnerstag mitteilte. Bei der großen Abschlusskundgebung auf dem Münchner Odeonsplatz soll der Verdi-Bundesvorsitzende Frank Bsirske sprechen. Auch in Nürnberg sind unter dem Motto „Wir sind es wert“ ein großer Sternmarsch und eine Kundgebung am Kornmarkt geplant. Dort wird Achim Meerkamp vom Verdi-Bundesvorstand als Redner erwartet.

„Wir werden dabei die Arbeitsniederlegungen gegenüber der ersten Welle noch ausweiten“, kündigte Norbert Flach an, der stellvertretende Verdi-Landesbezirksleiter in Bayern.

Hier gibt's Warnstreiks:

Ganztägige Warnstreiks wurden neben München und Nürnberg auch für die Regionen Augsburg, Ingolstadt, Kempten, Bayreuth, Bamberg, Rosenheim, Schweinfurt, Würzburg, Aschaffenburg sowie für Niederbayern und die Oberpfalz angekündigt.

Erneut sollen auch Einrichtungen zur Kinderbetreuung bestreikt werden. Arbeitsniederlegungen sind auch bei Stadtreinigung, Abfallentsorgung, Wasserversorgung und -entsorgung sowie bei der Energieversorgung geplant. Zu Warnstreiks sollen auch Beschäftigte von Sparkassen, Krankenhäusern, Bundeswehr, Gemeindeverwaltungen, Bibliotheken und Theatern aufgerufen werden.

Bei den ersten Warnstreiks in der vergangenen Woche hatten nach Verdi-Angaben 12 500 Menschen in Bayern die Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft fordert für die deutschlandweit rund zwei Millionen Beschäftigten beim Bund und bei den Kommunen ein Gehaltsplus von 6,5 Prozent für ein Jahr, mindestens aber 200 Euro zusätzlich pro Monat. Die Arbeitgeber hatten am vergangenen Montag eine Anhebung in zwei Stufen um 3,3 Prozent angeboten, bei einer Laufzeit des neuen Tarifvertrages von 24 Monaten. Verdi und die Tarifunion des Beamtenbundes dbb lehnten das Angebot als unakzeptabel ab, weil es nicht einmal die Inflation ausgleichen würde.

dpa

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