Rallye über 7000 Kilometer

Diese vier Burschen trotzen der Wüste: Von Palling nach Gambia

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Palling - Die Aufregung steigt: Noch ein Monat, dann geht es für vier Pallinger auf weite Reise. Sie fahren bei einer Rallye nach Westafrika mit - über Stock und Stein. Wir haben ihnen noch einen Besuch abgestattet.

Wie soll's auch anders sein: Die Idee kam beim Furtgehen. Seitdem sind anderthalb Jahre vorbei und die Vorbereitungen sind weitgehend abgeschlossen. Am 18. November geht's für Alois Bauer, Maxi Seehuber, Christoph Mitterer und Christian Diewald, alle Mitte 20, los - Start Palling, Ziel Banjul, die Hauptstadt von Gambia an der afrikanischen Westküste. Mit zwei Autos starten sie als "Team Chiemgau".

Der ganze Jahresurlaub für die Rallye nach Westafrika

Mehr oder weniger 7000 Kilometer werden's. So genau wissen es auch die vier Jungs nicht, denn eine fixe Route gibt es nicht. "Die Rallye beginnt eigentlich in Dresden, aber wir klinken uns von unterwegs ein. Bis zum Ziel am 8. Dezember in Gambia gibt es nur ein paar Pflichttreffpunkte, aber wir können fahren, wo wir wollen", so der 24-jährige Alois. Rund 30 Teams starten bei der Rallye. Pflichttreffpunkte gibt es am spanischen Fährhafen Algeciras und bei den Grenzübergängen in Afrika. Die Reise geht dann durch Marokko, Westsahara, Mauretanien, Senegal und Gambia

"Abenteuer, Nervenkitzel und Urlaub", meint Maxi Seehuber auf die Frage, was den Reiz bei der Rallye ausmacht. Es geht nicht drum, wer als erster in Banjul ankommt - mehr um den Spaß und nicht zuletzt auch um den guten Zweck. Denn all die Rallye-Boliden werden in Gambia schließlich versteigert, das Geld geht an die Bevölkerung vor Ort. Zurück geht's schließlich mit dem Flugzeug über Dakar und Madrid. 

Nicht allen ist es recht, dass sie sich auf die Reise machen

Passieren kann theoretisch einiges auf der langen Strecke: Allein 600 Kilometer geht es direkt durch Sanddünen in der Wüste. Aber Angst haben die vier nicht direkt. In der von Marokko annektierten Westsahara gibt es durchaus umkämpfte Gebiete, all zu weit sollte man von der empfohlenen Route dort deshalb nicht abkommen. Das benachbarte Mauretanien ist ein bettelarmes, undemokratisches Land. "Klar gab es im Bekannten- und Familienkreis auch welche, die uns wegen der Sicherheit von der Rallye abgeraten haben", so die vier Pallinger übereinstimmend.

Fotos: Vier Pallinger planen Teilnahme an der Rallye Dresden-Dakar-Banjul

Strapazen werden aber einige auf die Abenteurer zukommen: An den Grenzübergängen müssen Wartezeiten bis zu zehn Stunden in Kauf genommen werden, die Temperaturen können nachts im Minusbereich liegen, am Tag bei bis zu 40 Grad. Übernachten wollen die Burschen im Zelt oder in ihren beiden Autos: Ein Jeep und ein VW-Bus. Auch wenn die jeweils schon über 300.000 Kilometer auf dem Zähler haben, vor Pannen fürchten sich die Pallinger nicht - alle vier arbeiten als Industriemechaniker

Malaria-Tabletten, Ski und Badehosen

Genau ein Monat ist es noch hin: Sämtliche Impfungen wurden nochmal aufgefrischt, die Malaria-Tabletten sind eingepackt, die Badehosen sind genauso dabei wie Ski und Snowboards für die Wüste und auch ein paar Tragerl Bier fehlen nicht. Nur erwischen lassen dürfen sich die vier Pallinger damit nicht im islamisch geprägten Nordafrika

Wir werden von unterwegs immer wieder berichten, wie es für Alois, Maxi, Christoph und Christian auf der Rallye läuft

xe

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © xe

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