Vierköpfige Familie: 15 Fahndungsnotizen!

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Piding - Eine illegal eingereiste serbische Familie wurde am Samstag auf der A8 kontrolliert. Unglaublich: Für die vierköpfige Familie waren 15 Fahndungen ausgeschrieben!

Pidinger Schleierfahnder kontrollierten in den späten Samstagabendstunden auf der A8 einen serbischen Opel Zafira. Bei der Überprüfung der Insassen, einer vierköpfigen serbischen Familie im Alter zwischen 43 und 21 Jahren, kamen nicht weniger als 15 Fahndungsnotierungen zu Tage. Außerdem stellte sich heraus, dass die Familie im Jahr 2013 rechtskräftig aus Deutschland abgeschoben worden war, weshalb sie sich mit der erneuten Einreise ins Bundesgebiet wiederholt strafbar machten.

Die 39-jährige Mutter wies fast die Hälfte der Fahndungsnotierungen auf. Sie wurde vor allem wegen drei Haftbefehlen von den Staatsanwaltschaften Karlsruhe und Mosbach gesucht. Insgesamt hat die Serbin wegen Diebstahls, illegalem Aufenthalt und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte 282 Tage Haft vor sich. Die jeweils geforderten Geldstrafen konnte sie vorerst nicht aufbringen. Zudem interessierten sich mehrere Staatsanwaltschaften und Ausländerbehörden für ihren momentanen Aufenthalt.

Der 43-jährige Vater und die beiden ehelichen Kinder im Alter von 21 und 23 Jahren brachten es gemeinsam auf immerhin acht Ersuchen von Staatsanwaltschaften und Ausländerbehörden hinsichtlich ihres momentanen Aufenthalts. Außerdem wurde der Vater, der selbst unerlaubt nach Deutschland eingereist war, wegen des Delikts Einschleusen von Ausländern angezeigt und vorläufig festgenommen. In seinem Fall hat die Kripo Traunstein die Ermittlungen übernommen. Da die Staatsanwaltschaft Traunstein Antrag auf Haftbefehl stellte, wurde er noch am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt.

Die Mutter sowie Tochter und Sohn wurden ebenfalls wegen unerlaubter Einreise angezeigt und vorläufig festgenommen. Über einen möglichen Haftbefehlsantrag entschied die Staatsanwaltschaft noch am Sonntag. Die Mutter wurde aufgrund der Haftbefehle ohnehin in die nächste Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Pikanter Hintergrund: Die Mutter räumte ein, dass der Grund der Rückkehr nach Deutschland alleinig die Stellung eines Asylantrages sei, da sie an einer schweren Krankheit leide. In ihrem Heimatland habe sie aufgrund fehlender Krankenversicherung keine Chance auf entsprechende Behandlung. Durch den Asylantrag erhoffe sie sich die nötige ärztliche Behandlung.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser