Plakatwettbewerb gegen Komasaufen

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Bamberg - Komasaufen ist nach wie vor ein Problem. In Bayern werden jährlich tausende Kinder und Jugendliche in Krankenhäuser eingeliefert. Nun soll ein neuer Plakatwettbewerb die Minderjährigen warnen.

Mehr als 5500 Minderjährige mussten 2009 betrunken in bayerische Krankenhäuser gebracht werden, wie die DAK am Donnerstag in Bamberg mitteilte. Das seien viel zu viele, betonte DAK-Landeschef Wilfried Erbe: “Das Komasaufen mit Klinikaufenthalt bildet nur die Spitze des Eisbergs, da viele Kinder ihren Rausch zu Hause ausschlafen.“

Unter dem Motto “bunt statt blau“ will die DAK daher im Rahmen einer bundesweiten Kampagne mit einem Plakatwettbewerb für 12- bis 17-jährige Schüler für die Gefahren sensibilisieren. “Gerade bei Kindern und Jugendlichen sagt ein Bild oft mehr als 1000 Worte“, betonte auch Gesundheitsstaatssekretärin Melanie Huml. Um den Alkoholvergiftungen bei Minderjährigen entgegenzuwirken, sei Prävention das A und O.

Nach einer DAK-Studie trinkt sich jeder zweite 15-Jährige regelmäßig in den Rausch, indem er in kurzer Zeit mindestens fünf Gläser Alkohol trinkt. Mit verheerenden Folgen, wie der Vorsitzende der Süddeutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, Karl-Heinz Deeg, erläuterte: “Wer in so jungen Jahren häufig Alkohol konsumiert, dem können dauerhafte Hirnschäden drohen. Auch das Risiko, im Erwachsenenalter an einer Suchterkrankung zu leiden, ist für die jungen Komasäufer sehr viel höher.“

dpa

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