Das "Preisgeld" lautet Berufserfahrung

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Rosenheim - Ein intelligentes Simulationsspiel bereitet Studierende der Gesundheitswirtschaft auf den Berufsalltag in der Klinikleitung vor:

Einen Einblick in die Leitung einer Klinik erhielten die Rosenheimer Studenten.

„Was ist wichtiger für die Klinik: Die Sanierung des Gebäudes oder das Einstellen von mehr Personal?“ fragt sich Christiane K. und berät sich in ihrem Team. Gemeinsam müssen sie diese Frage lösen, um in die nächste der insgesamt acht Spielrunden zu kommen. Sieben Teams sind im Krankenhausplanspiel gegeneinander angetreten, jedes vertritt die Geschäftsführung einer Klinik, die im Wettbewerb zu den anderen steht. „Spiel und Ernst sind in dem Planspiel eng verknüpft“ erklärt Professor Jörg Saatkamp, Leiter der Studienrichtung Management in der Gesundheitswirtschaft, die die Fakultät für Betriebswirtschaft seit dem Wintersemester 2008/09 anbietet.

Gesundheitswirtschaft gilt als Boombranche. Mittlerweile ist jeder zehnte Arbeitsplatz in Deutschland in diesem Bereich angesiedelt. Insbesondere in der Alpenregion mit ihren zahlreichen Reha-Kliniken, Heilbädern und Erholungsorten gibt es einen wachsenden Bedarf an gut ausgebildeten Managern mit speziellem Know-how. „Aber theoretisches, betriebswirtschaftliches Wissen allein reicht nicht, dem komplexen Klinikalltag gerecht zu werden“ meint Saatkamp. Deswegen hat Saatkamp gemeinsam mit Professorin Ilonka Metze an der Fakultät für Betriebswirtschaft das praxisnahe Krankenhausplanspiel als festen Bestandteil im Studienplan Management für Gesundheitswirtschaft eingeführt.

Pro Teilnehmerteam wird eine Klinik zwar vereinfacht, aber betriebswirtschaftlich real abgebildet. „Die Szenarien beschreiben Situationen, mit der sich die Klinikleitung tatsächlich konfrontiert sehen – etwa die, dass Krankenkassen keine Budgeterhöhung gewähren, der Gesetzgeber aber ambulante Versorgung fordert“ führt Saatkamp aus. Erfolgreich sind die Teams, die die umfassenden Informationen gut analysieren, Erfolgspotentiale erkennen und daraus eine Strategie für die Klinik entwickeln.

„Die Herausforderung an die Studierenden besteht darin, in kurzer Zeit und unter Zeitdruck sinnvolle Entscheidungen bei komplexen Problemstellungen zu treffen - also wie im späteren Berufsalltag“ so der Professor. „Auch das Arbeiten im Team wird gefördert, und die Fähigkeit, gemeinsam Entscheidungen zu treffen – Sozialkompetenzen, die im Berufsalltag eine immer größere Rolle spielen“ ergänzt Metze. „Zu gewinnen gibt es in dem Spiel keine Preise – dafür wertvolle Erfahrungen, die die Studierenden sehr gut auf ihre spätere Tätigkeit vorbereiten.“

Pressemitteilung Fachhochschule Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Fachhochschule Rosenheim

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