Meinungsbild zum Kommentar von Andreas Hundseder

Sicherheitsrisiko Radfahrer auf der Straße? Die User diskutieren

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Landkreis - Am Mittwoch veröffentlichte unser Volontär Andreas Hundseder einen Kommentar über Radfahrer, die anstatt Fahrradwege zu befahren lieber die Straße nutzen. Bei den Usern traf er damit einen Nerv! 

Am Mittwochabend ereignete sich auf der St2107 zwischen Altötting und Kastl ein schwerer Verkehrsunfall, in den ein Autofahrer und eine Gruppe Rennradfahrer involviert waren. Einer der Radfahrer starb beim Zusammenprall mit dem Auto, sechs weitere wurden verletzt, zwei davon schwer.

Damit bekam der Kommentar unseres Kollegen Andreas Hundseder am selben Tag noch eine traurige Aktualität. Sein Text zu "Radfahrern im Straßenverkehr" traf offensichtlich auf einen Nerv bei den Usern und sorgte für kontroverse Diskussionen. Im seinem Kommentar beschwerte sich Hundseder über Radfahrer, die anstatt Radwege zu benutzen auf der Straße fahren und seiner Meinung dadurch den Verkehr gefährden würden.

"Recht hat er"

Der Artikel unseres Volontärs wurde sowohl auf unseren Portalen, wie auch bei Facebook fleißig kommentiert. Es gibt einige Fürsprecher, die Hundseder uneingeschränkt zustimmen. Zum Beispiel schrieb Markus G. bei Facebook "Recht hat er - zuerst beschweren sich Radfahrer, dass es zu wenig Radwege gibt und dann werden sie nicht genutzt."

User "Franz" beklagt sich bei chiemgau24.de "Dieses rücksichtslose Verhalten ist bei Radfahrern ganz normal, weil sie für Fehlverhalten nicht zur Rechenschaft gezogen werden." Marion M. meinte auf Facebook, Fahrräder sollten Nummernschilder bekommen, "Vielleicht würde das helfen - auch bei der Strafverfolgung!".

Elke R. kommentierte ebenfalls auf Facebook. Sie äußerte, sie sei sowohl Auto- als auch Radfahrerin und beklagte die "Dreistigkeit der Radfahrer", die drastisch gestiegen sei. "Ist es denen nicht bewusst, dass sie bei einer Kollision immer den Kürzeren ziehen?", fragt sie sich.

Auf unserem Portal chiemgau24.de äußert "greifffff" (der sich ebenfalls als Auto- und Radfahrer bezeichnet) zu den Rennradfahrern: "Da geht es um Sicherheit! (...) Auch ein Autorennfahrer trainiert nicht auf der Straße.".

Unattraktive Radwege? 

Nicht alle User unterstützen jedoch die Meinung unseres Kollegen. Viele beklagen sich über die schlechten Zustände der Radwege in Deutschland. Auf rosenheim24.de mokierte sich "steppenwolf" über "Radwege, die plötzlich im Nichts enden, (...) oder von parkenden Autos blockiert sind". Die nämlich benutze er, als Radfahrer, auch nicht.

Einige Radwege in der Stadt seien von Büschen und Hecken der angrenzenden Gärten teilweise blockiert, meinen "Demokrates" und "Denkanstoß" auf rosenheim24.de. Auch Gregor D. (Facebook) benutze in der Stadt lieber die Straße als den Fahrradweg, da die Radwege streckenweise an "unübersichtlichen Hecken vorbei" führten.

Antonia H. schrieb unsere Redaktion direkt an und beklagte den schlechten Zustand der Rosenheimer Radwege und das Versäumnis der Stadt, die Wege regelmäßig instand zu halten. "Ist im Herbst viel Laub gefallen und hat es dann darauf geregnet, wird der Radweg meist nicht gereinigt. (...) Wenn der Radweg zwischen Straße und Fußweg ist, schieben im Winter die Räumdienste Eis und Schnee von beiden Seiten darauf.", bekrittelt sie.

"In Deutschland fehlt offensichtlich der Wille und sekundär das Geld um vernünftige Radwege zu bauen und zu pflegen", findet "german volunteer" auf dem Portal rosenheim24.de.

Um Ausgleich bemüht

Ein großer Teil Kommentatoren versteht beide Seiten der Diskussion. Auf rosenheim24.de schreibt Servus: "Leider ist auch bei dieser Diskussion von beiden Seiten, mit wenigen Ausnahmen, nur Sturheit und Intoleranz zu erkennen. Ein wenig mehr Verständnis für den anderen Verkehrsteilnehmer, von beiden Seiten, wäre hilfreich. Rücksicht ist wohl für Viele ein Fremdwort."

Auch Kwon Rae (rosenheim24.de) meint: "Warum teure Radwege bauen wenn ein bisschen Rücksicht auch reicht? Die Straße ist grundsätzlich für alle Verkehrsteilnehmer da."

"Info" äußerst sich zum Diskussionsthema: "Es gibt halt solche und solche, wie überall im Leben liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte."

Eindeutiges Voting-Ergebnis

Die gestartete Umfrage zu diesem Sachverhalt zeigte, dass die Mehrheit unserer User unserem Kollegen Andreas Hundseder zustimmt (Stand: Donnerstag, 13 Uhr). Auf die Frage "Wie finden Sie das Radfahren auf Straßen bei vorhandenen Radwegen?" antworteten 87% "Unter aller Kanone. Radfahrer sollen gefälligst auf dem Radweg fahren!". 8% meinen "Naja, die Radwege sind schon manchmal in schlechtem Zustand." 4% unserer User finden zudem "Die Radfahrer können von mir aus fahren wo sie wollen." und das restliche 1% denkt "Dieses Thema ist mir völlig egal."

Unterm Strich kann man bei so vielen Kommentaren (allein bei Facebook über 100) schließen, dass diese Debatte unsere Leser schwer beschäftigt und zumindest bis zum Wintereinbruch ein heiß diskutiertes Thema bleiben wird.

amj

Quelle: rosenheim24.de

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