"Rosenheim in Bewegung"

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Rosenheim - Das Wetter an diesem Wochenende war denkbar schlecht. Darum sagten die  Sportvereine ihre Teilnahme an „Rosenheim in Bewegung“ ab. Trotzdem verlief die Veranstaltung in der Innenstadt aber insgesamt gut.

Nicht zuletzt durch die Tatsache, dass sich die Sonne entgegen der Prognosen am Samstag doch noch zeigte und für Wärme und Frühlingsgefühle bei Händlern und Besuchern sorgte.

Seit elf Jahren veranstaltet das Rosenheimer City-Management zusammen mit vielen Partnern die Ausstellung "Rosenheim in Bewegung". Das Thema "Mobilität" wird dabei von Jahr zu Jahr immer umfangreicher präsentiert. Mittlerweile gehören auch Motorräder, Fahrräder und sogar Boote ganz selbstverständlich dazu. City-Manager Günter Boncelet reicht auch das noch nicht. "Ich will den Besuchern wirklich alle Facetten der Mobilität bieten", lautet sein ehrgeiziges Ziel.

Darum wurden diesmal erstmals auch die Rosenheimer Sportvereine in das Programm miteinbezogen. Am Sonntag sollten sie den Weltfamilientag dazu nutzen, sich und ihre Angebote auf dem Ludwigsplatz zu präsentieren. Doch dieser Programmpunkt fiel buchstäblich ins Wasser. Das bedauerten nicht nur die Besuchern, sondern auch Günter Boncelet. Trotzdem blieb er zuversichtlich: "Wir verlieren unser Ziel trotzdem nicht aus den Augen."

Am Samstagvormittag blickte man angesichts dunkler Wolken am Himmel noch in viele mürrische Gesichter. Doch gegen Mittag hellte sich der Himmel auf und damit änderte sich das Bild in der Rosenheimer Innenstadt. Die ausgestellten Autos wurden schnell trockenpoliert und die Dächer der Cabrios geöffnet - und dann kam der große Andrang.

Die Besucher zeigten sich begeistert von dem Spektrum, das so umfangreich war, wie nie zuvor. 24 Autohäuser mit 34 Marken waren an beiden Tagen mit dabei. Vorgestellt wurden auch Hybrid, Elektro- und Gasantriebe.

Es waren aber nicht nur die gängigen Modelle, die die Besucher anzogen. Auf besondere Begeisterung stießen auch so extravagante Exponate, wie etwa ein Smart in Dalmatiner-Design. "Ich besitze zwar keinen Hund, aber dieses Auto hat mir und meiner Familie einfach gut gefallen und darum habe ich gekauft", erzählte dessen Besitzer Werner Kreuz aus Übersee. Der 48-Jährige hat sich selbst noch einen Wohnanhänger dazugebaut, natürlich ebenfalls gefärbt mit den lustigen Dalmatiner-Flecken. "Natürlich falle ich mit diesem Modell überall auf wie ein bunter Hund", schmunzelte Kreuz. Für ihn sei dieses Auto weit mehr als ein Gebrauchsgegenstand: "Den gebe ich niemals her".

Ähnlich äußerte sich auch der Tiroler Armin Schweinberger. Er ist ein Tuning-Liebhaber und präsentierte vor dem Sporthaus Karstadt das Ergebnis dieser Leidenschaft - einen BMW, der sogar im Kofferraum einen kleinen Bildschirm beinhaltet und blubbernde, sich farblich ständig veränderte Wassersäulen.

Damit gab es für jeden Geschmack bei "Rosenheim in Bewegung" etwas zu sehen. Natürlich kamen auch die Liebhaber wertvoller Motorräder wieder voll auf ihre Kosten.

Doch neben den Fahrzeugen waren es auch die vielen Informationsstände, die bei den Besuchern gut ankamen. Beleuchtet wurden dabei gesundheitliche Aspekte ebenso wie die Sicherheit im Straßenverkehr. Dafür war neben der Polizei der Autoclub in Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht zuständig. Mittels "Rauschbrille" führten sie den Passanten vor Augen, wie man sich fühlt, wenn man zu tief ins Glas geschaut hat. Auch Anton Heindl, stellvertretender Bürgermeister, trat zum Test an. Er sollte, ausgestattet mit dieser Brille, einen Schlüssel in ein Schlüsselloch bekommen - vergebens. Sein Fazit über "Rosenheim in Bewegung" fiel gut aus: "Das ist ein Aushängeschild für unsere Stadt."

Gestern trafen die regnerischen Wetterprognosen zu. Davon profitierten aber viele Rosenheimer Händler. Denn die Besucher nutzten den verkaufsoffenen Sonntag dann eben mehr zum Einkaufen.

wu/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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