Bürgerstiftung Rosenheim belohnt Engagement zweier Flüchtlinge aus Sierra Leone

Belohnung: Fußballschuhe für Flüchtlinge

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Kamara Abdul Bai und Koroma.

Rosenheim - Das besondere Engagement zweier Flüchtlinge aus Sierra Leone hat die Bürgerstiftung Rosenheim jetzt belohnt. Die beiden jungen Männer haben Fußballschuhe bekommen.

Kamara Abdul Bai und Koroma Abdul sind aus Sierra Leona geflüchtet und nach einer langen und dramatischen Odyssee über München schließlich in Rosenheim gelandet. Mit dem Status als Asylbewerber haben sie keine Arbeitserlaubnis. Dennoch sind beide sehr dankbar, dass sie derzeit in Deutschland bleiben können und wollen der Gesellschaft etwas zurückgeben. Beide arbeiten ehrenamtlich in den Projekten der Sozialen Stadt Rosenheim.

In der Fahrradwerkstadt des Stadtteilvereins Bunte Finsterwalderstraße e.V. reparieren sie jeden Dienstag zwischen 14 und 17 Uhr kostenlos Fahrräder für Kinder, Jugendliche und Familien. Johann Peschke, Vorsitzende des kleinen Stadtteilvereins und Projektleiter der Fahrradwerkstatt ist sehr dankbar über die Unterstützung der beiden. "Am Anfang gab es sicherlich einige Verständigungsprobleme, aber mittlerweile läuft es sehr gut. Die beiden sind sehr fleißig und sehr zuverlässig, deshalb macht es viel Spaß mit ihnen zusammenzuarbeiten", freut sich Peschke.

In Sierra Leone arbeiteten die beiden als Friseurgehilfe und in der Landwirtschaft. In der Fahrradwerkstatt haben sie die Möglichkeit, die anstrengende und langwierige Wartezeit des Asylbewerbungsverfahrens sinnvoll zu überbrücken. Dabei können sie auch gleich den anderen Flüchtlingen in Rosenheim helfen. Viele ihrer Schicksalsgenossen lassen nun auch ihre Räder bei Peschke in der Werkstadt kostenlos reparieren.

Im Bürgerhaus E-Werk-Stüberl haben sie bei einer großen Aufräumaktion den kompletten Schuppen ausgeräumt – trotzt Temperaturen von bis zu 35 Grad und trotz des Fastenmonats Ramadan, in dem die beiden gläubigen Muslime tagsüber nicht essen und trinken. Für Kamara Abdul Bai aber eine Selbstverständlichkeit: "Wir sind sehr dankbar, dass wir hier sein dürfen, wir helfen gerne."

Aber nicht nur in der Fahrradwerkstadt und im Bürgerhaus E-Werk-Stüberl sind die beiden aktiv. Auch im Nordtreff am Gern 10 und im Bürgerhaus Miteinander in der Lessingstraße sind sie häufig anzutreffen und helfen überall, wo es zwickt.

Christian Hlatky, Bürgerhauskoordinator der Sozialen Stadt ist sehr beeindruckt von den beiden: "Egal was, egal wann, sie sind immer da und helfen mit – das ist eine

bemerkenswerte Sache."

Dank der Sozialen Stadt Rosenheim können die beiden ab September auch einen richtigen Deutschkurs besuchen. In Rosenheim startet der Kurs aus dem Modellprojekt "Deutschkurs für Asylbewerber" des Bayerischen Sozialministeriums.

Rosenheim ist mit dem Beruflichen Fortbildungszentrum der Bayerischen Wirtschaft Rosenheim bfz einer der insgesamt 40 Standorte des Modellprogrammes in Bayern, entwickelt vom Sozialministerium gemeinsam mit dem Bundesamt für Migration in Nürnberg. Ab September startet der Kurs im Bürgerhaus Miteinander und in der Grundschule an der Prinzregentenstraße.

Das großartige ehrenamtliche Engagement der beiden belohnt jetzt die Bürgerstiftung Rosenheim. Sie spendete den beiden Helfern neue Fußballschuhe. Damit können sie jetzt beim Sportbund DJK Rosenheim e.V trainieren und Freunde kennen lernen. "Wir wollen das Engagement unbedingt belohnen. Wenn sie durch den Sport neue Kontakte knüpfen können, ist ihnen am meisten geholfen," freut sich Karin Schreiner, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Rosenheim.

Pressemeldung Soziale Stadt Stadtteilentwicklung/Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement

Quelle: rosenheim24.de

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