FH Rosenheim feiert 90 Jahre Holztechnische Ausbildung

Eine weltweit erfolgreiche und angesehene Marke

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Rosenheim - Seit mittlerweile 90 Jahren steht Rosenheim ganz im Zeichen der Holztechnik. Was mit 35 Kursteilnehmern begann hat sich in 90 Jahren zu einem Studiengang mit 1800 Studenten entwickelt.

Fundiert, progressiv und innovativ – mit diesen Prädikaten kann sich die Holztechnische Ausbildung in Rosenheim weltweit schmücken. Seit nunmehr 90 Jahren sind das Lehrinstitut für Holzwirtschaft und Kunststofftechnik, die Staatliche Fachschule Rosenheim und die Hochschule Rosenheim für die Reputation Rosenheims als Holzer-Stadt verantwortlich.

Gründung des Holztechnikums 1925

Am 5. November wurde das Jubiläum in einem Festakt an der Hochschule Rosenheim gefeiert. Dabei ließen die Initiatoren und Gründer der Ersten Stunde sowie namhafte Absolventen neun Jahrzehnte Holztechnische Ausbildung in Rosenheim Revue passieren und präsentierten einen ambitionierten Blick in die Zukunft.

Nirgendwo sonst auf der Welt wird so viel Holzkompetenz vermittelt wie in Rosenheim. Initialzündung war die Gründung des damaligen Holztechnikums Rosenheim 1925 mit 35 Kursteilnehmern. In den folgenden Jahrzehnten verwurzelte sich die Holztechnische Ausbildung fest mit der Stadt und wurde zu deren Aushängeschild. Geschrieben wurde diese Erfolgsgeschichte Holz in der Inn-Stadt maßgeblich vom Lehrinstitut für Holzwirtschaft und Kunststofftechnik, der Hochschule Rosenheim, der Staatlichen Fachschule Rosenheim, dem Club Hochschule und Fachschule Rosenheim e.V., dem Förderverein der Hochschule und der Fachschule e.V. sowie von der Studentenverbindung TWV Teutonia zu Rosenheim.

Der Wandel von Industrie und Zeit trug dazu bei, dass die Holztechnische Ausbildung in Rosenheim sich zum Mekka für Studenten und Fachkräfte des Fachbereichs Holz aus der ganzen Welt entwickelt hat: Aktuell im Oktober 2015 sind knapp 1800 Studierende in der holztechnischen Ausbildung in den drei Rosenheimer Institutionen eingeschrieben.

10.000 Absolventen

Im Rahmen des feierlichen Festakts in der Hochschule Rosenheim zum 90-jährigen Jubiläum begrüßten der ehemalige Landtagsabgeordnete und Ehrensenator der Hochschule Adolf Dinglreiter und Hochschulpräsident Prof. Heinrich Köster die rund 250 geladenen Gäste. Dabei wurde die Bedeutung der Stadt Rosenheim als Ausbildungsstandort besonders deutlich. "90 Jahre – das sind 180 Semester in denen etwa 10.000 Absolventen eine holztechnische Ausbildung in Rosenheim genossen haben. Damals wie heute machen sie mit ihrem Know-how die Holz-Stadt Rosenheim weltweit zu einer starken Marke", so Prof. Heinrich Köster.

Adolf Dinglreiter verwies in seinen Grußworten besonders auf die erfolgreiche Entwicklung des Ausbildungsstandorts Rosenheim in den letzten drei Jahrzehnten. Mit dem Hintergrund, dass Holz ein entscheidender Wirtschaftsfaktor in der Region ist, müsse weiterhin in den Bereich Holztechnische Ausbildung investiert werden. Die Brücken der Aussagen über die letzten 90 Jahre baute Kurt Franz, ehemaliger Leiter des Lehrinstituts für Holzwirtschaft und Kunststofftechnik mit seiner Moderation.

3-Generationen-Co-Referat

Die Geschichte der Holztechnischen Ausbildung in Rosenheim durften die Gäste bei einem 3-Generationen-Co-Referat erleben. Dabei präsentierten die Referenten Heinrich Göbl, Absolvent "Staatliches Holztechnikum" 1963, Prof. Dr. H. Martin Illner, Absolvent "Staatliche Fachhochschule" 1979 und Jan-Philipp Sievert, Verbund-Student Holzbau und Ausbau, 4. Semester an der Hochschule neben Rückschlägen wie der drohenden Schließung des Holztechnikums in den 1930er Jahren und Meilensteinen wie der Institutionalisierung der Fachhochschule und Technikerschule Rosenheim als eigenständige Bildungsstätte 1971 auch amüsante Anekdoten.

Positiver Blick in die Zukunft

Einen positiven Blick in die Zukunft des Ausbildungsstandorts Rosenheim warf Ulrich Bühler, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb EGGER Group und Absolvent der Staatlichen Technikerschule in Rosenheim 1988. In seinem Vortrag "Holztechnische Ausbildung – Quo Vadis" betonte er die Bedeutung der Verzahnung von Ausbildungseinrichtungen und Unternehmen, von Theorie und Praxis sowie von handwerklichem Geschick, Forschung und Entwicklung. In Zeiten der Globalisierung und Internationalisierung sei es sowohl für Ausbildungseinrichtungen als auch für Unternehmen wichtig, neben fachlichem Know-how auch sozialgesellschaftliche Werte zu vermitteln und anzubieten. Rosenheim präsentiere sich diesbezüglich als vorbildlicher und zukunftsweisender Standort.

Namenhafte Rosenheimer Absolventen berichteten

Zu den Höhepunkten des Festaktes zählten ebenfalls die Statements namhafter Rosenheimer Absolventen der letzten 60 Jahre. Dabei ergänzten sich fachlich fundierte Aussagen aber auch eine persönliche Reflexion auf die Studienzeit. In seinem Kommuniqué beschrieb Gerhard Schuler, Ehrensenator der Hochschule, Absolvent von 1955 und Gründer von Homag Group und Schuler Consulting, eindrucksvoll die Entwicklung und Bedeutung der Holztechnischen Ausbildung.

Als Vertreter der jungen Generation sprach Xaver A. Haas, Absolvent der Hochschule und des Lehrinstitutes sowie Geschäftsführer der Haas Group. In seinen Glückwünschen lobte er die Studienzeit als fundierte Vorbereitung für den Eintritt in den Familienbetrieb.

Hans Finkbohner, Absolvent der Technikerschule und Fachberater für Baubeschläge und Fördertechnik, unterstrich in seinem Statement nochmals die weltweite Verbreitung der Marke Rosenheim und die tiefe Verbundenheit der Absolventen zum Standort Rosenheim.

Uwe Germerott, Absolvent der Fachhochschule und Professor an der Berner Fachhochschule, hob die Bedeutung Rosenheims als Basis für eine erfolgreiche Karriere und ein entsprechendes Netzwerk in der Branche hervor.

Dass Rosenheim nicht nur spezialisierte Fachkräfte, sondern auch eine beachtliche Reihe an unverzichtbaren holztechnischen Entwicklungen hervorgebrach hat, betonte Franz-Josef Cordes von ORCA Software und Absolvent der Technikerschule.

Die Reihe der Statements beschloss Ludwig Hüls von den Hülsta-Werken und Absolvent der Fachhochschule mit dem Fazit, das ein Berufsweg im holztechnischen Bereich damals wie heute meist über Rosenheim führt.

Unternehmen sollen weiterhin unterstützen

Ein Appell an die anwesenden Unternehmensvertreter richtete der Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner in seinen Schlussworten zum offiziellen Festakt. Um die Erfolgsgeschichte der Holztechnischen Ausbildung in Rosenheim im kommenden Jahrzehnt entsprechend weiterschreiben zu können, bedürfe es Verlässlichkeit. Die Unternehmen der Branche müssen die Hochschule, Fachschule und das Lehrinstitut in Rosenheim weiterhin tatkräftig unterstützen, Forschung und Entwicklung am Standort fördern und so die Marke Rosenheim weiter stärken.

Zehn Studiengänge

Die Hochschule Rosenheim bietet Studierenden im Rahmen von zehn Studiengängen beste Bedingungen für eine Ausbildung in den Bereichen Holz und Holztechnik. Mit Beginn des Wintersemester 15/16 waren 1545 Studierende in diesen Studiengängen immatrikuliert. In der Fachschule erlernen derzeit 175 Studierende in zwei Jahren ein breites Grundlagenwissen für das Aufgabenfeld des Holztechnikers. Das Lehrinstitut bietet eine breite Palette an Kursen mit IHK-Abschlüssen in der Holzbe- und -verarbeitung, sowie Weiterbildungs-Seminare und Inhouse-Schulungen.

Quelle: Pressemitteilug Hochschule Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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