Daniela Ludwig über Terror und seine Auswirkungen

Anschläge: "Kriminelle nutzen offene Grenzen"

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"Kriminelle nutzen die offenen Grenzen und eben nicht die Flüchtlingswelle. Hier muss klar getrennt werden."
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Rosenheim/München - Der Schock über die Anschläge vom vergangenen Wochenende sitzt tief. Wie Vertreter der lokalen Politik jetzt weiter agieren wollen:

"Die Stimmung war sehr betrübt, traurig und besorgt. Auch in Hinblick auf die Entwicklungen im eigenen Land", berichtet MdB Daniela Ludwig im Gespräch mit rosenhiem24.de. Am Montag morgen traf sich die Bundestagsabgeordnete mit der Führungsspitze der CSU in München. Eines der großen Themen: Die Terroranschläge vom vergangenen Wochenende in Paris.

Grenzkontrollen wie zum G7-Gipfel

"100-prozentige Sicherheit gibt es nicht. Die Frage ist nun, wie wir auf solche Bedrohungen reagieren, ohne die Bevölkerung unnötig zu beunruhigen", so Ludwig weiter im Gespräch. Zusammen mit Ministerpräsident Horst Seehofer seien bereits die ersten, konkreten Ideen im Gremium vorgebracht worden. Der Beginn müsse die "deutliche Verstärkung der Grenzkontrollen" sein. Daniela Ludwig geht dabei von einer Intensität, analog zum vergangenen G7-Gipfel in Elmau aus. "Wir brauchen die Kontrolle über die deutschen Außengrenzen", so Ludwig, wolle man den Terrorismus und die Kriminalität effektiv bekämpfen. Um diese Maßnahme umsetzen zu können, bedürfe es in erster Linie der Mithilfe durch die Bundespolizei und auch die Bayerische Polizei vor Ort.

Mehr Schleierfahnder auf die Straßen

"Der Waffenfund auf der A8 ist dabei nur ein Anzeichen dafür, dass grenzübergreifende Kriminalität stattfindet", erklärt Daniela Ludwig. Vor dem Bogen, von den Anschlägen in Paris auf die aktuelle Flüchtlingssituation zu schließen, warnt die Bundestagsabgeordnete vehement: "Kriminelle nutzen die offenen Grenzen und eben nicht die Flüchtlingswelle. Hier muss klar getrennt werden." Im direkten Dialog mit der Bevölkerung müsse diese Tatsache weiter verdeutlicht werden, um die Sorgen, die bereits vor den Anschlägen in Paris vorherrschten, weiter abzubauen. Eine andere Argumentation werde der Sache nicht gerecht, so die Bundestagsabgeordnete. 

Weiter spricht sich Daniela Ludwig mit Nachdruck dafür aus, die Schleierfahndung in der Region weiter auszubauen und zu verstärken, ohne Rücksicht auf die dabei entstehenden Kosten. "Wenn wir angegriffen werden, dann werden wir uns auch wehren und dementsprechend gegensteuern", so Daniela Ludwig abschließend. Verschärfte Kontrollen an den Grenzen seien dabei ein erster Schritt.

Quelle: rosenheim24.de

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