468 Jahre Rosenheimer Bierbrau-Tradition

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Zu Besuch bei der ältesten Brauerei Rosenheims: Familie Steegmüller freute sich über zahlreiche Gäste.

Rosenheim - Die älteste Brauerei Rosenheims erhielt jetzt Besuch einer Delegation der Stadtverwaltung. Braumeister Franz Amberger weihte die Gäste in die Kunst des Bierbrauens ein.

Die Familie Steegmüller begrüßte dabei Wirtschaftsdezernent Thomas Bugl und Kämmerer Karl Zinsmeister sowie einige Ressortleiter und Geschäftsführer städtischer Unternehmen.

Braumeister Franz Amberger weihte die Gäste in die Kunst des Bierbrauens ein. Seit 1543, also seit 468 Jahren, stellt Rosenheims einzige Privatbrauerei Bier nach alter Handwerkskunst her. Die Verschmelzung von edelsten Rohstoffen, jahrhundertealter Erfahrung und der Einsatz modernster Technik garantierten Bier-Spezialitäten höchster Güte. Nicht umsonst erhielten die Biere vom Flötzinger Bräu regelmäßig DLG-Gold-Prämierungen. Auch viele internationale Auszeichnungen, wie der "European Beer Star" und der "World Beer Cup", unterstrichen die hohe Qualität. Rosenheim könne stolz sein, denn das "1543er Weißbier" gehöre zu den drei besten Weißbieren der Welt.

So viele unterschiedliche Zutaten sind im Bier gar nicht enthalten. Nur vier Rohstoffe erlaube das strenge bayerische Reinheitsgebot. Flötzinger-Bräu verwende nur Zutaten heimischer Herkunft. Das Malz komme ausschließlich von bayerischen Mälzereien, Hopfen aus der Hallertau und Aromahopfen aus Tettnag am Bodensee.

Bei dem zweistündigen Rundgang führte Amberger die Gäste durch das Sudhaus, die Gärkeller für unter- und obergäriges Bier, das Labor zur Qualitätssicherung, die Filtration bis zur Abfüllanlage und dem Lager.

"Wir sind immer noch eine Brauerei und keine Bierfabrik", so Seniorchef Franz Steegmüller. Der hohe technische Standard und die umweltschonende Energiehandhabung beeindruckte die Besucher. In den letzten Jahren sei viel im Bereich Umweltschutz investiert worden, zum Beispiel in die umgebauten energiesparenden Sudkessel. Durch viele Maßnahmen sei es gelungen, den Energiebedarf spürbar zu senken.

Einen Fachkräftemangel kann die Brauerei nicht beklagen: Unter den 75 Mitarbeitern sind derzeit fünf Azubis. So entstehe der Nachwuchs aus den eigenen Reihen und erfahre von Anfang an, mit wieviel "Liebe zum Bier" bei Flötzinger gebraut wird.

Nicht nur in die Brauerei wird investiert, auch der sorgsame Umgang mit Immobilien und die Erhaltung des Stadtbildes liegt der Familie Steegmüller sehr am Herzen. So wurde das ehemalige "Flötzinger-Löchl" mit viel Liebe zum Detail zum "Bräustüberl" umgebaut. Das Gasthaus erhielt vor einigen Wochen den Fassadenpreis der Stadt.

Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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