Die Schatztruhe für Heimatliebhaber

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Das Titelbild des Wendelstein-Kalenders 2012. (Titelbild in größerer Auflösung)

Rosenheim – Heimat kann man leben und erleben, man kann sie sehen und in Liedern hören. Heimat ist jetzt auch auf erfrischende Art und Weise nachzulesen: im neuen Wendelstein-Kalender 2012, der ab sofort zu haben ist.

Redaktionsleiter Werner Krämer und seine Autoren nehmen die Leser mit auf einen Streifzug durch die Geschichte Bayerns, erzählen von spannenden Erlebnissen und rufen alte Bräuche in Erinnerung. Dazu gibt es natürlich das umfangreiche Kalendarium mit seinen Zeit- und Festrechnungen, Jahreszeiten, Festtagen des jüdischen Kalenders und den beweglichen Festen. Die Mondphasen dürfen dabei ebenso wenig fehlen wie der 100jährige Kalender, die Sonnen- und Mondfinsternisse, Feiertage und die Ferientermine.

Das Titelbild präsentiert beeindruckend den Wendelstein. Der Hausberg der Rosenheimer ist nicht nur Namensgeber des Baierischen Jahrbuchs, sondern kann mit einem Jubiläum aufwarten Die älteste und erste Hochgebirgsbahn Deutschlands feiert am 25. Mai 2012 ihr 100-jähriges Bestehen. Erbaut hat die Zahnradbahn von 1910 bis 1912 der Geheime Kommerzienrat Dr. h. c. Otto von Steinbeis. Der Wirtschaftspionier mit Weitblick hatte bereits 1904/1905 das Wendelsteinhaus erworben und brachte durch seine Forstprojekte in Bosnien Erfahrungen im Schmalspurbahnbau und die finanziellen Mittel mit. Die Zahnradbahn war für den Tourismus in der Region von großer Bedeutung. Schon 1912 bestiegen die ersten begeisterten „Brettlrutscher“ die Bahn, um die steilen Pisten hinabzuwedeln.

Noch ein Jubiläum sorgt für Aufsehen: das Rosenheimer Herbstfest findet 2011 zum 150. Mal statt. Im Wendelstein – Kalender berichtet über die Historie dieses beliebten Volksfestes. Fast in Vergessenheit geraten ist beispielsweise, dass das Volksfest 1873 ausfiel. Der Grund war die Cholera, die im Landkreis Rosenheim wütete.

Beim traditionellen Redaktionsbesuch war diesmal Schauspielerin Kathi Leitner zu Gast bei Werner Krämer. Die sympathische und bekannteste bayerische Volksschauspielerin lässt die Leser in ihrem Fotoalbum blättern und erzählt von den Anfängen und Höhepunkten ihrer Karriere. Begonnen hat diese übrigens durch eine Anzeige im Oberbayerischen Volksblatt. „Liebhaberin für ein bekanntes Volkstheater gesucht“ hieß es damals. Sie meldete sich und lernte so die berühmten Bretter, die die Welt bedeuten, kennen.

Die Themenvielfalt und die bunte und kurzweilige Mischung aus Anekdoten und Kurzgeschichten machen den Wendelstein-Kalender auch 2012 zu einer Schatztruhe für alle, die ihre Heimat lieben und sich für Brauchtum und Geschichte interessieren. Und so erfährt der Leser, dass die „Pummerin“ keine Wiener Bürgerin, sondern die zweitgrößte Glocke Westeuropas ist. Georg Impler hat einen Glockengießer in Innsbruck besucht und erzählt ihre Geschichte. Hans Wildfeuer nimmt die Leser mit auf eine nostalgische Bahnfahrt von Bayern nach Tirol. Die Reise mit dem „Wachtl- Express“ ist ein Familienvergnügen für Groß und Klein.

Unbedingt lesenswert ist schließlich das Schwerpunktthema „Itakerhöfe“. Sie wurden in der Zeit von 1840 bis 1910 hauptsächlich im Chiemgau sowie im Inn- und Mangfalltal von italienischen Saisonarbeitern gebaut Zu erkennen sind sie heute an ihren unverputzten roten Ziegelmauern und ihrem großzügigen Baustil.

Wer den Kalender kauft, gewinnt gleich mehrfach: die Freude an unverfälschtem Brauchtum, neues Wissen über alte Schätze – und vielleicht einen Buchpreis beim Rätsel. Am Ende des Kalenders steht wieder das beliebte Tierrätsel.

Der Wendelstein-Kalender ist erschienen im Wendelstein Verlag, Hafnerstraße 5 – 13, 83022 Rosenheim. Das Buch hat 172 Seiten im Format 16,50 x 23,50 cm und kostet 8,40 €. Es ist im Buch- und Zeitschriftenhandel sowie in den Geschäftsstellen des Oberbayerischen Volksblatts in Rosenheim, Bad Aibling, Kolbermoor, Prien, Wasserburg, Mühldorf, Waldkraiburg und Neumarkt St. Veit erhältlich. Einen Bestellcoupon finden Sie auch auf ovb-online.de.

Rosi Raab

Quelle: rosenheim24.de

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