Auffahrunfälle und Staus

Schnee! So lief der Wochenstart auf Bayerns Straßen

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München - Der Winter ist wieder so richtig da - und mit ihm Auffahrunfälle und Staus. So lief der Start in die neue Woche für die Pendler auf Bayerns Straßen.

Es schneit und schneit - zur Freude vieler Kinder und zum Leid vieler Autofahrer. Das matschige Weiß und Glätte haben die Nerven vieler Pendler zum Wochenbeginn strapaziert.

"Bei so einer Wetterlage haben wir immer ein erhöhtes Aufkommen an Unfällen", sagt Frank Konrad, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Doch: Schlimmer gekracht hat's in seinem Gäu bislang Gott sei Dank noch nicht. Die Autofahrer hätten sich wohl langsam an die Witterung gewöhnt, so Konrad.

Bei der Bahn gab es am Montag im Allgäu größere Probleme wegen großer Mengen an Neuschnee: Ein Zug wurde durch die Schneemassen an der Weiterfahrt gehindert. Er blieb auf der Strecke zwischen Kempten und Reutte (Tirol) bei Oy-Mittelberg im Oberallgäu liegen und musste wieder nach Kempten zurückkehren. Wie ein Sprecher der Deutschen Bahn in München mitteilte, wurden auf der Strecke daraufhin zwei Diesel-Lokomotiven eingesetzt, um den Weg freizuschieben. Auch zwischen Kempten und Hergatz (Landkreis Lindau) sowie zwischen Kempten und Oberstdorf fuhren am Montag Schienen-Schneeräumfahrzeuge, die den Schnee von den Gleisen schleuderten. Dadurch kann es nach Angaben der Bahn zu Verspätungen kommen.

Bezüglich des Straßenverkehr zieht Günther Beck vom Polizeipräsidium Oberbayern Nord ein ähnliches Fazit wie sein Kollege vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd. Besonders Auffahrunfälle und nicht angepasste Geschwindigkeiten seien bei diesen Wetterverhältnissen an der Tagesordnung. "Das ist dann oft eine geringe Ursache - die eine große Wirkung mit Staus nach sich zieht", so Beck.

Am Sonntagabend hatte sich im Landkreis Fürstenfeldbruck ein tödlicher Unfall ereignet: Ein 20-jähriger Spaziergänger war im Schneetreiben von einem Sprinter erfasst worden - und starb.

Diedorf: Bus mit 40 Schulkindern rutscht von Straße

Pendler, die am Montagmorgen mit dem Auto in die Münchner Innenstadt wollten, erwartete das übliche Berufsverkehrschaos. "Das war der ganz normale Wahnsinn bei so einem Wetter, außergewöhnliche Staus hatten wir aber nicht", sagt Peter Beck von der Münchner Polizei.Von Sonntagfrüh, 10 Uhr, bis zur Montagmorgen, 10 Uhr, habe es 111 Unfälle im Stadtgebiet München und dem Landkreis gegeben. Das sind weniger als an einem durchschnittlichen Tag, an dem rund 150 Unfälle passieren.

Entwarnung also für das Münchner Stadtgebiet. Weniger glimpfliche Auswirkungen hatte der Schneefall dagegen auf den Münchner Flughafen: Es kam zu Wochenbeginn zu Verspätungen von bis zu einer Stunde, wie ein Flughafensprecher am Montag sagte. Davon waren 31 Starts und 15 Landungen betroffen. Zahlreiche Maschinen mussten vor dem Abflug enteist werden. Zudem war zeitweise eine der beiden Start- und Landebahnen gesperrt, weil sie vom Schnee geräumt werden musste. Bis 10.00 Uhr gab es nach den Angaben lediglich drei Annullierungen, „aber nicht wegen uns“, wie der Sprecher ergänzte. Die Flugausfälle hätten vielmehr mit winterlichen Bedingungen an anderen Flughäfen zu tun gehabt. Insgesamt waren am Montag auf dem Münchner Airport 1008 Starts und Landungen geplant.

Im Landkreis Straubing-Bogen in Niederbayern kam es aufgrund von Schnee und Glätte zu einem schweren Verkehrsunfall: Auf der A3 überholte ein Autofahrer einen Lastwagen und geriet dabei ins Schleudern. Das Auto des 54-Jährigen rutschte vor den LKW, der Mann kam schwer verletzt ins Krankenhaus.

Im schwäbischen Diedorf (Landkreis Augsburg) rutschte am Montag ein Schulbus mit 40 Schulkindern von der Straße. Wie die Polizei in Augsburg mitteilte, blieb der Bus zur Seite geneigt neben der Fahrbahn liegen. Sechs Kinder wurden vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Die anderen Schüler wurden von Ersatzbussen abgeholt.

wei mit dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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