Sexgewürz, Bi-Huhn und „Perlkönig“

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Die Geheimnisse der Gewürze kennt Gabi Hofmann am Schuhbeck-Stand.

Rosenheim - Interessant, wonach die Besucher des Christkindlmarktes an den neuen Ständen so fragen. Vor allem bei Gewürze-Schuhbeck.

„Bei uns fragte eine Frau nach dem wirkungsvollen Bestandteil des ,Sexgewürzes‘ von Alfons Schuhbeck, das wir hier auch verkaufen“, berichtete Gabi Hofmann, Verkäuferin am Christkindlmarkt bei „Gewürze-Schuhbeck“.

Der Stand ist einer der vier „Neuen“ auf dem Christkindlmarkt auf dem Max-Josefs-Platz.

Das „Sexgewürz“ gibt es wirklich – doch den Namen hat es lediglich erhalten, weil es sechs verschiedene Gewürze beinhaltet und sich die Namensgeber einen kleinen Scherz erlaubt haben. Insgesamt liefe das Geschäft mit den Gewürzen sehr gut, so Hofmann. Nicht nur bei den älteren Christkindlmarkt-Besuchern komme das Angebot gut an. Zu den Kunden zählten auch Jüngere. „Hobbykochen ist modern“, meint Hofmann. Auslöser für den Stand auf dem Max-Josefs- Platz sei die Gewürze-Ausstellung im Lokschuppen gewesen.

Auch bei der „Suppenküche“ von Bettina Pfingsten wird es nicht langweilig. Neben „Bi-Huhn-Suppe“ und „Chili con carne“ gibt es zwei täglich wechselnde Suppenkreationen. Erstere sorgt regelmäßig für Verwirrung. „Unsere Kunden kommen und machen uns darauf aufmerksam, dass wir bei der ‚Bio-Huhn-Suppe‘ das ‚o’ vergessen haben“, erzählt Yasemin Ermis, Verkäuferin der Suppenküche.

Andere stellen Fragen wie „Gibt es auch eine Hetero- Huhn-Suppe?“ oder „Sind da zwei gleichgeschlechtliche Hühner drin?“. Außerhalb der Christkindlmarkt-Zeit arbeitet Pfingsten in der Gastronomie des SCCF, des Segelclubs Feldwies. Die Nachfrage ist laut Ermis vom Wetter abhängig. Bei Regen kämen eindeutig weniger Suppenliebhaber als bei weihnachtlichem Schnee.

Christa Trenner am Geschenkestand Prechtl weiß um das unterschiedliche Einkaufsverhalten von Frauen und Männern

Auch das Ehepaar Prechtl und ihre Verkäuferin Christa Trenner vom „Geschenkartikelstand Prechtl“ profitieren von schönerem Wetter. „Wenn es nicht so kalt ist, bleiben mehr Leute stehen“, erklärt Trenner. Bei ihr kauften mit Ausnahmen vor allem Menschen ab 30 Jahren ein. Dabei ist der Verkäuferin aufgefallen, dass Frauen sich bei ihren Kaufentscheidungen mehr nach Bedarf als Gefallen entscheiden. Männer nähmen einfach das, was sie schön finden.

Parallel zum Verkauf am Christkindlmarkt betreibt Konrad Prechtl ein Schreibwarengeschäft, seine Frau Eva einen Friseursalon. Den beiden war es ein Anliegen, einen Stand zu betreiben, der im Gegensatz zu vielen anderen wirklich etwas mit dem Thema „Weihnachten“ zu tun habe.

Um den Stand der „Perlkönig-GmbH“ kümmert sich Kerstin Hilger in den vier Wochen ganz allein. Eine zweite Mitarbeiterin sei kurz vor Eröffnung abgesprungen. Das Geschäft liefe vor allem seit Monatsbeginn sehr gut. „Man merkt, dass es wieder Geld gegeben hat“, meint Hilger. Schon die ganz Kleinen besorgten beim „Perlkönig“ Weihnachtsgeschenke für ihre Mütter. Bei der Analyse des Kaufverhaltens konnte sie feststellen, dass vor allem die Männer nach einigen Glühweinen spendabler werden.

Mit Glühwein kennt sich Hendrik Banicki gut aus. Er zählt zu den „alten Hasen“ auf dem Platz. Seit etwa 15 bis 20 Jahren betreibt er hier seinen Stand „Baguettes und Glühwein“. Längst hat er seine Stammkundschaft. Noch nicht ganz so lang gibt es den „Flammbrot-Stand“. Zum zweiten Mal backen und verkaufen Michael Pötzl, Sebastian Kotowski und Theresa Heller zusammen am Christkindlmarkt.

lb/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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