Stellenkürzungen: „Grenze ist erreicht“

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Rosenheim - Die Rosenheimer Bundestagsabgeordnete Angelika Graf (SPD) lehnt die von der Bundesregierung geplante Stellenkürzung beim Technischen Hilfswerk THW entschieden ab.

„Derzeit kommen auf einen Hauptamtlichen hundert Ehrenamtliche. Wenn bei diesem Schlüssel noch gekürzt wird, stellt das die Funktionsfähigkeit in Frage“, kritisiert Graf. Nach Informationen der SPD-Bundestagsabgeordneten plant die Bundesregierung zwischen 2011 und 2014 48 haushaltsgesetzliche Stellenkürzungen beim THW, insgesamt gehe es sogar um fast 75 Stellen. „In der Vergangenheit ist das THW durch Reformen sehr viel effizienter geworden, was man auch statistisch belegen kann. Bei den jetzt geplanten Kürzungen geht es nicht darum, überflüssige Kosten zu sparen. Es geht um Einsparungen, die an die Substanz gehen“, kritisiert Graf.

Gerade vor dem Hintergrund der von der Bundesregierung geplanten Abschaffung der Wehrpflicht müsse das Ehrenamt attraktiver gemacht werden. Mit den geplanten Kürzungen komme es aber zu weniger Betreuung und Entlastung des Ehrenamts durch Hauptamtliche. Das Hauptamt unterstütze das Ehrenamt bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von THW-Einsätzen. Für die Einsatzfähigkeit seien daher sowohl das Haupt- als auch das Ehrenamt zwingend notwendig. „Vor dem Hintergrund, dass das Technische Hilfswerk mit weniger Personal künftig mehr Aufgaben übernehmen soll, ist die geplante Kürzung einfach wirklichkeitsfremd und unangemessen“, so Graf.

Pressemitteilung der Rosenheimer Bundestagsabgeordneten Angelika Graf

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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