Straßen in Rosenheim sind sicherer geworden

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Einbruch am helllichten Tag: Das gab es im Raum Rosenheim zuletzt immer seltener.

Rosenheim/Landkreis - In Stadt und Landkreis Rosenheim scheint Kriminalitätsfurcht unangebracht: So wenig Einbrüche, Diebstähle und Überfälle wie 2010 hat es dort schon lange nicht mehr gegeben.

Leben und leben lassen, heißt es in Bayern. Dazu gehört auch, dass sich viele Menschen im Freistaat sicherer fühlen als anderswo. Studien haben gezeigt: Je mehr eingebrochen, geraubt und gestohlen wird, umso größer ist das Unbehagen der Leute, wenn sie sich ins Bett legen oder nachts unterwegs sind. Fachleute sprechen dann von einer hohen Kriminalitätsfurcht. In Stadt und Landkreis Rosenheim scheint sie allerdings unangebracht: So wenig Einbrüche, Diebstähle und Überfälle wie 2010 hat es dort schon lange nicht mehr gegeben.

Vorsicht ja, Angst nein - mit dieser Einstellung sollten die rund 300.000 Einwohner in Stadt und Landkreis Rosenheim der Frage begegnen, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, im Schlaf von einem Einbrecher überrascht oder von Fremden auf der Straße überfallen zu werden. Jedenfalls stellte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd zuletzt einen erfreulichen Trend bei jenen Straftaten fest, die das individuelle Sicherheitsempfinden besonders beeinflussen.

So sind die Delikte im Bereich der Straßenkriminalität 2010 auf den niedrigsten Stand seit zumindest sieben Jahren gesunken: im Landkreis Rosenheim um 576 Vergehen auf 1573 Straftaten (27 Prozent weniger), in der Stadt um 249 Fälle auf 1113 Delikte (minus 18 Prozent).

Straßenkriminalität umfasst alle Straftaten, die zu öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen einen speziellen Bezug haben, wie zum Beispiel Körperverletzungen im öffentlichen Raub, Handtaschenraub, Sachbeschädigungen an Autos, Fahrraddiebstähle oder Automatenaufbrüche. Eine Erklärung für den ebenso erfreulichen wie deutlichen Rückgang hat die Polizei nicht. Die frisch installierten Videokameras, die seit Mitte 2010 in Rosenheim an "Brennpunkten" wie in der Münchener Straße oder am Salzstadel hängen, mögen im Stadtgebiet so manchen Störenfried oder Straftäter abgeschreckt haben - zum "Einbruch" der Straßenkriminalität im Landkreis um über ein Viertel haben sie aber sicher nicht beigetragen.

Ähnlich positiv wie bei der Straßenkriminalität ist die Entwicklung bei den Diebstählen. Auch hier bedeuten 2507 Diebstähle im Landkreis (252 oder neun Prozent weniger als 2009) und 1894 in der Stadt (ein Rückgang um 232 oder elf Prozent) absolute Tiefstwerte seit 2004 - Vergleiche mit noch weiter zurückliegenden Jahren sind übrigens aufgrund des Neuzuschnitts der Präsidien nicht mehr möglich.

50 Autos wurden 2010 in der Region Rosenheim gestohlen (2009 waren es noch 62) und in 34 Fällen wurden die Täter ermittelt, womit die Ermittler ihre Aufklärungsquote erheblich verbesserten.

Am deutlichsten ist der Rückgang bei den Einbruchdiebstählen in Wohnungen. Waren es 2009 im Landkreis noch 69 Langfinger, die durch fremde Türen und Fenster stiegen, so registrierte die Polizei im Vorjahr nur noch 45 Einbrüche - knapp 35 Prozent weniger. Fast um die Hälfte (minus 42 Prozent) sank die Zahl der Einbrüche in der Stadt Rosenheim: von 36 auf 21. Dabei gelang es den Ermittlern in 18 der insgesamt 66 Fälle, die Täter zu fassen.

Ludwig Simeth (Oberbayerisches Volksblatt)

Quelle: rosenheim24.de

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