Hohe Kosten und achtmonatige Platzsperre sind die Folge

Traunreuter Fußballer verzweifeln an ihren Maulwürfen

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Die Hügellandschaft auf dem FC-Platz in Traunreut macht das Spielfeld unbespielbar und birgt eine Verletzungsgefahr. Die gefährlichen Stolperstellen auf dem Hauptplatz, der saniert werden soll, sollen noch in diesem Herbst durch eine Maulwurfsperre bereinigt werden

Traunreut - Maulwürfe sind possierliche Tierchen und dazu noch sehr nützlich, doch beim FC Traunreut verflucht man sie derzeit: Wegen den Hügeln stehen nun teure Baumaßnahmen und eine lange Platzsperre an.

Die Hügellandschaft macht das Spielfeld unbespielbar und birgt eine Verletzungsgefahr für die Fußballer und Footballer. Im Zuge einer Generalsanierung des Platzes, die im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung mit großer Mehrheit beschlossen wurde, sollen die gefährlichen Stolperstellen der ungebetenen Untermieter in naher Zukunft bereinigt werden. Sogenannte Maulwurfsperren (Gitter) sollen verhindern, dass die pelzigen Tierchen in den Spielrasen vordringen. Maulwürfe stehen unter Naturschutz.

Bau der Maulwurfsperren noch heuer

Durch diese Gitter sind die Maulwürfe nicht mehr in der Lage die zu verdrängende Erde nach oben in den berühmten Maulwurfshaufen auf zu türmen und müssen unweigerlich umdrehen. Nach Angaben der FC-Vorstandschaft sollen die Maulwurfsperren noch in diesem Herbst eingebaut werden. Um Geld zu sparen, soll der Einbau der Maulwurfssperren auf der West-, Süd- und Nordseite des Platzes in Eigenregie durchgeführt werden. Der Platz selbst soll voraussichtlich erst ab Herbst nächsten Jahres neu aufgebaut werden. 

In dieser Zeit ist der Platz, der hauptsächlich von den Fußballern und Footballern genutzt wird, für etwa acht Monate nicht bespielbar. Nach Aussagen des 1. Vorsitzenden Viktor Moreno hätten die Nachbarvereine signalisiert, in dieser Zeit für die Fußballspiele ihre Spielplätze zur Verfügung zu stellen. Für die Heimspiele der Footballer, die in die Bayernliga aufgestiegen sind, müssten noch Ausweichplätze gefunden werden. Moreno ist aber zuversichtlich, dass auch dieses Problem zu lösen sein wird. 

Bis zu 100.000 Euro Kosten für Platzsanierung

Ziel des Vorsitzenden und seinem Team ist es, die Platzsanierung spätestens bis zu den Neuwahlen der Vorstandschaft 2019 abzuschließen. Um die Pflege des neuen Platzes sollte sich dann ein Platzwart kümmern. „Wir werden nicht herum kommen, einen Platzwart einzustellen.“ Im Gespräch mit unserer Redaktion verschwieg Moreno auch nicht, dass die Platzpflege in den letzten Jahren zu wünschen übrig gelassen habe. „In den letzten zehn Jahren ist nichts passiert. Es wurde nur Flickschusterei betrieben.“ Deshalb habe man jetzt einen Landschaftsarchitekten beauftragt, ein Gutachten zu erstellen. 

Die Kosten für die so genannte Variante 2 bewegen sich zwischen 80.000 und 100.000 Euro. „Wir wollen natürlich versuchen, viel Eigenleistung mit einzubringen“, sagte Moreno. Zuschüsse erhofft sich der 600-Mitglieder starke Verein vom Bayerischen Landessportverein (BLSV) und von der Stadt Traunreut. Moreno: „Wir würden uns natürlich auch über freiwillige Spenden freuen.“ Das Konzept soll jetzt entsprechend ausgearbeitet und die konkreten Kosten berechnet werden. Wenn alle Fakten feststehen, sollen die Mitglieder dann erneut in einer Versammlung davon in Kenntnis gesetzt werden.

ga

Quelle: chiemgau24.de

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