PETA: Trotz 500 Euro Belohnung kein Hinweis

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Die drei im Schnee ausgesetzten Meerschweinchen aus Bad Reichenhall. Die Finderin hat sie behalten, nach Angaben von PETA "erholen sie sich gut".
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Bad Reichenhall - 500 Euro von PETA allein für Hinweise auf ausgesetzte Meerschweinchen im Rupertuspark - vergebens. Im Tierheim hält man solche Aktionen ohnehin für "rausgeschmissenes Geld".

Drei Meerschweinchenbabys, ausgesetzt Anfang Februar im verschneiten Bad Reichenhaller Rupertuspark. Grund genug für die Finderin, sich an die Tierrechtsorganisation PETA zu wenden. Diese setzte kurzerhand 500 Euro Belohnung aus für Hinweise, "die zur Ermittlung und Überführung des Tierquälers führen", so die Organisation im Internet.

Gut einen Monat später ist man das Geld aber noch immer nicht losgeworden: "Wir bekamen keinen Hinweis. Keinen einzigen", so Judith Pein von PETA im Gespräch mit BGLand24.de. "Dabei wären die Meerschweinchen qualvoll gestorben, hätte sie nicht zufällig jemand entdeckt." Pein teilt mit, dass sich die Finderin die Meerschweinchenbabys schließlich selbst behielt - die Polizei hätte nur dann ermittelt, wenn sie die Tiere ins Tierheim gegeben hätte.

"Die 500 Euro könnte man auch besser verwenden"

Dort sieht man solche Aktionen aber prinzipiell zwiespältig: "Einerseits ist's natürlich gut, weil mit Geld ködert man Leute", so Rebekka Edfelder vom Tierschutzverein Bad Reichenhall. Aber rundum begeistert ist sie keinesfalls: "Eigentlich ist das rausgeschmissenes Geld. Die 500 Euro könnte man auch besser verwenden." Wie Judith Pein erklärt, entscheidet PETA bei den Beträgen nicht von Fall zu Fall: "Zu Hinweisen für ausgesetzte Tiere gibt's 500 Euro, bei Tötungen 1000, das ist grundsätzlich so geregelt."

Erst Anfang März wandte sich das Tierheim selbst mit einem ähnlichen Fall an die Öffentlichkeit, als ein Unbekannter Kaninchen und Kätzchen an der B20 aussetzte.

xe

Quelle: BGland24.de

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