Wird der Stadtjugendring jetzt umgesiedelt?

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Rosenheim - Die Pläne der Veranstaltungs- und Kongress-GmbH , die Räumlichkeiten des SJR im Lokschuppen zu akquirieren, um eine „europäische Kulturmeile“ zu realisieren, sorgte für reichlich Diskussionsstoff.

Seit rund drei Monaten ist der neue Vorstand des Rosenheimer Stadtjugendrings (SJR) im Amt und absolvierte Satzungsgemäß seine Frühjahrsvollversammlung im Saal des Stadtjugendrings am Lokschuppen. In seiner Begrüßung der Delegierten stellte Vorstand Stefan Hofer fest: „Es gibt nicht viel zu berichten, aber was es gibt, ist heftig“.

Die Pläne der Veranstaltungs- und Kongress-GmbH (VKR), die Räumlichkeiten des SJR im Lokschuppen zu akquirieren, um eine "europäische Kulturmeile" zu realisieren, sorgte für reichlich Diskussionsstoff. "Wir haben sehr deutlich gemacht, dass eine Umsiedlung des SJR nur möglich ist, wenn geeignete Räumlichkeiten in zentraler Lage gefunden werden können. Die Stadt weiß, was wir uns vorstellen", so Hofer. Er betonte aber, dass es noch keine exakten Pläne gäbe und er nur im Vorfeld schon mal informieren wollte, um der Gerüchteküche vorzubeugen.

Applaus gab es für Geschäftsführer Markus Bauer, der nach Vorstellung seines ausgeglichenen Haushalts von 1,3 Millionen Euro zum Thema Kulturmeile bemerkte: "Mich hat besonders geärgert, dass Jugendkultur offenbar nicht als Kultur angesehen wird. Wir machen hier schließlich auch Kultur."

Keine Fördermittel der Sozialen Stadt mehr

Die zweite Hiobsbotschaft Hofers bezog sich auf die Mittelkürzungen durch den Rückzug der Sozialen Stadt aus der Förderung des SJR. "Uns werden 2012 Fördermittel in Höhe von 150.000 Euro fehlen. Wie das kompensiert werden kann, wissen wir noch nicht. Wir sind im Gespräch mit der Stadt."

Von Seiten der Stadt konnte Jugendamtsleiter Gerd Rose beruhigen: "Ich bin sicher, wir werden Mittel und Wege finden. Es müssen keine Projekte gestrichen werden und auch die Mitarbeiterzahl des SJR wird nicht gekürzt werden", versicherte Rose.

Paul Polyfka vom Bayerischen Jugendring (BJR) meinte: "Es scheint wieder modern zu werden, in der Jugendarbeit zu kürzen." Beim BJR sollten die Mittel um "nur" drei Prozent gekürzt werden, allerdings hätten intensive Verhandlungen dazu geführt, dass das Budget auf dem Vorjahresstand bleibt.

Überzeugt von der hervorragenden Arbeit des SJR zeigte sich Polyfka nach Präsentation der laufenden Projekte des SJR und geplanter Aktionen 2011, die von Happi Wörndl (Teamleiter Nord) und Markus Bundil (Teamleiter Süd) vorgestellt wurden.

Der SJR betreut derzeit die offene Jugendarbeit in Happing, die offene Ganztagsschule in Aising, den Jugendtreff "Energy", das Schülercafé Fürstätt, den Aktivspielplatz Hüttenstadt, das Jugendbüro Erlenau, den Jugendtreff "Jump" in der Lessingstraße, "JIL" (Jugend im Lokschuppen) und das dortige Turmcafé.

Zahlreiche Ferienangebote

Zahlreiche Ferienangebote wie eine "Zirkuswoche" zu Ostern, ein Zeltlager und Spielfest zu Pfingsten, die seit 25 Jahren in den Sommerferien stattfindende Spielstadt MiniRO - dieses Jahr mit dem Thema Bayern -, das Herbstferien - und das Buß-und-Bettag-Programm werden immer gefragter und sind oft nach wenigen Tagen ausgebucht.

"In Zeiten, in denen immer häufiger beide Elternteile arbeiten müssen, wird es immer bedeutender, verlässliche Betreuungsangebote anbieten zu können", so Bundil. 2011 sind neben dem Fest zu zehn Jahre Zirkusworkshop und dem Jubiläum 25 Jahre MiniRO noch besondere Veranstaltungen die "Männer-Olympiade" am Sonntag, 15. Mai, und das für Sonntag, 25. September, geplante Seifenkistenrennen.

Zahlreiche Einzelaktionen in den Jugendtreffs und Ferienaktionen in den Stadtteilen mit dem vollausgerüsteten Mokija, dem mobilen Kinder- und Jugendauto, runden das Angebot ab.

Zum Schluss bat Hofer die Delegierten, noch Schnupperplätze für den "Boys Day" am Donnerstag, 14. April, in männeruntypischen Berufen wie Arzthelfer zu melden. Außerdem informierte er über die Möglichkeit, beim SJR ein Praktikum im Rahmen der FOS oder eines Studiums zu machen oder ein Freiwilliges Soziales Jahr zu absolvieren.

Weitere Informationen über den SJR und seine vielfältigen Angebote wie Verleihservice von Spielgeräten und mobiler Bühne, Theateraufführungen, Lagerfeuersingen oder Tanzkurse sind im Internet unter www.stadtjugendring.de zu finden.

csi/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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