Zollfahnder entdecken illegale Geheimbrennerei

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Dieses Brenngerät haben die Fahnder in einer Geheimbrennerei in Unterfranken gefunden.

Würzburg/Stuttgart - Sie ermittelten wegen Hinterziehung von Branntweinsteuer in Millionenhöhe - aber was die Fahnder am Mittwoch bei Durchsuchungen in Unterfranken gefunden haben, war sogar noch spektakulärer.

Die Staatsanwaltschaft Würzburg und das Zollfahndungsamt Stuttgart ermitteln wegen des Verdachts der Hinterziehung von Branntweinsteuer in Millionenhöhe gegen mehrere Beschuldigte. Beamte des Zollfahndungsamts Stuttgart und mehrerer süddeutscher Hauptzollämter durchsuchten gestern 20 Wohnungen und Firmen in Franken, Oberbayern sowie im Raum Göppingen und Trier-Saarburg. Sie stellten neben umfangreichen Unterlagen auch mehrere Tausend Liter Alkohol sicher und fanden Hinweise auf den Einfuhrschmuggel großer Mengen Alkohol.

Eine besondere Entdeckung machten die Zöllner auf einem Firmengelände in Unterfranken: In einem verrosteten Container befand sich ein illegal betriebenes Brenngerät, eine sogenannte Geheimbrennerei. Weiter fanden sie in einer Wohnung nicht ordnungsgemäß aufbewahrte Schusswaffen.

Die Ermittler hatten vier deutsche Beschuldigte bereits seit mehreren Monaten im Visier. Die drei Männer und eine Frau hatten seit Mitte 2008 verschiedene Abnehmer im gesamten süddeutschen Raum mit mindestens 82.000 Litern Alkohol beliefert – das entspricht der Füllung von vier Tankwagen. Es handelte sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um schwarz gebrannten oder eingeschmuggelten Alkohol, für den die fällige Branntweinsteuer in Höhe von 13,03 Euro pro Liter Alkohol nicht entrichtet wurde. Der Fiskus wurde so vermutlich um über eine Million Euro geschädigt; außerdem besteht der Verdacht der Umsatzsteuerhinterziehung.

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