ICE-Strecke zwischen Kassel und Fulda

ICE-Brücke: Vater sprang mit seinen Kindern in den Tod

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Von dieser Brücke stürzten die drei Menschen in den Tod.
  • schließen

Schlitz - In Hessen wurde am Sonntag ein grausiger Fund gemacht: Direkt unter der 95 Meter hohen Rombachtalbrücke fand die Polizei drei Leichen. Nun sind die Toten identifiziert.

UPDATE 13.50 Uhr: Die Toten sind identifiziert

Nun steht fest, wer die Toten unter der Brücke sind: Es handelt sich dabei um einen 37-jährigen Familienvater und seine Kindern (9 und 10 Jahre alt) - ein Sohn und eine Tochter. Das meldet bild.de am Montagmittag.

Wie hessenschau.de meldet, hatte der Mann zuvor seine Kinder an der Eisenbahnbrücke Stichverletzungen zugefügt und sie hinterher von der Brücke gestürzt, bevor er selbst sprang. Ob die Kinder durch die Stiche starben oder beim Sturz aus den 95 Metern ums Leben kamen, muss noch geklärt werden.

Der Mann aus Mecklenburg-Vorpommern lebte in Trennung von der Mutter der Kinder und befürchtete, dass er das Sorgerecht verlieren könnte. Das trieb ihn offensichtlich zu der Verzweiflungstat.

Die Frau wird nach dem Familiendrama psychologisch betreut. Spaziergänger hatten die Leichen am Sonntag gefunden. 

Erstmeldung 6.30 Uhr

Eine Streife der Bundespolizei fand am Sonntag gegen 15 Uhr die drei Leichen bei Schlitz in Hessen. Die Toten lagen mitten auf einer Landstraße.

Wie Wolfgang Keller, Sprecher des Polizeipräsidiums Osthessen, der BILD sagtefand man einen Mann, ein Mädchen und einen Jungen. Zunächst war unklar, ob es sich bei der weiblichen Leiche um eine Erwachsene handelt.

Die Polizei geht davon aus, dass die drei Menschen 95 Meter tief von der Rombachtalbrücke in den Tod stürzten. Ein Unfall mit einem ICE wird laut hessenschau.de ausgeschlossen.

Es seien Ausweispapiere sichergestellt worden. Auch ein abgestelltes Auto wurde in der Nähe gefunden. Man prüft nun einen Zusammenhang, um die Identität der Toten zu klären.

Die viel befahrene ICE-Strecken zwischen Kassel und Fulda wurde am Sonntagnachmittag für drei Stunden voll gesperrt und war erst abends wieder eingleisig befahrbar.

Bereits im Juli 2013 war die Rombachtalbrücke in den bundesweiten Schlagzeilen. Damals stürzte sich ein Base-Jumper gegen Mitternacht und ohne Genehmigung in die Tiefe. Der Fallschirm des 45-Jährigen öffnete sich nicht richtig und so wurde er beim Aufprall am Boden schwer verletzt.

mg

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Deutschland

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser