Gewaltforscher über die Übergriffe in Köln

Können sich deutsche Männer nicht mehr prügeln?

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Köln - Steile These: Deutsche Männer können sich nicht mehr prügeln. Das behauptet der Gewaltforscher Jörg Baberowski - und er analysiert die Übergriffe in der Silvesternacht in Köln.

Das habe man in der Kölner Silvesternacht gesehen, als die deutschen Männer ihre Frauen nicht gegen Übergriffe verteidigt hätten. „Wir sehen, dass Männer in Deutschland gar nicht mehr wissen, wie man mit Gewalt umgeht“, sagte der Historiker und Autor („Räume der Gewalt“) am Donnerstagabend beim Philosophie-Festival Phil.Cologne in Köln. „Gottseidank“, fügte er hinzu.

Deutsche Männer vertrauten auf den Staat. In einer Situation wie der Silvesternacht mache ein solches Verhalten natürlich sehr hilflos. Wenn der Staat sein Gewaltmonopol dann nicht behaupte, erschüttere dies das Vertrauen der Bürger massiv.

Baberowski sagte, die Kölner Übergriffe hätten nichts mit dem Islam zu tun, wohl aber mit der Situation in den Flüchtlingslagern. In diesen Lagern sei der Staat abwesend. Kleine organisierte Männergruppen übernähmen dort das Kommando. Als diese Gruppen in der Silvesternacht auf die Domplatte gekommen seien, hätten sie dies ebenfalls als rechtsfreien Raum betrachtet. „Diese Leute hätte man sofort ins Gefängnis bringen müssen, dann hätte man was fürs Leben gelernt“, sagte Baberowski.

Die Übergriffe in Köln

Mehr als 100 Anzeigen nach Übergriffen in Köln

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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