Berliner Stadtautobahn gesperrt

Glatteis: Chaos auf deutschen Straßen

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Feuerwehrleute stehen am Montag auf der Autobahn 4 (A4) bei Dresden neben zahlreichen Paletten mit Druckerpapier und einem Lkw, der bei einem Unfall große Teile seiner Ladung verloren hat. Der Sattelzug war auf schneeglatter Fahrbahn in die Leitplanke gerutscht.

Berlin - Glatteis und anhaltende Schneefälle sorgen zu Wochenbeginn für Chaos auf deutschen Straßen. In Berlin musste sogar die Stadtautobahn wegen Glätte gesperrt werden. Auch der Bahnverkehr ist betroffen.

Glatteis hat am frühen Montagmorgen zur Sperrung der Berliner Stadtautobahn A111 in Richtung Norden geführt. Betroffen war nach Angaben der Verkehrsinformationszentrale der Abschnitt zwischen Am Festplatz und Flughafen Tegel. Die Witterung wirkte sich auch auf den Flugverkehr in Tegel aus. Mehrere Flüge von und nach Frankfurt am Montag sind laut Fluginformation wegen der Nachwirkungen des Eisregens am größten deutschen Flughafen gestrichen worden.

Glatteis hat auf den Straßen in Schleswig-Holstein und Niedersachsen in der Nacht zum Montag zu zahlreichen Unfällen geführt. In Schleswig-Holsten wurden bei 15 Karambolagen seit Sonntagabend sechs Menschen verletzt, wie die Polizei mitteilte. Die Unfälle ereigneten sich in Nordfriesland, in Flensburg sowie im Kreis Schleswig-Flensburg.

Auf spiegelglatten Straßen gerieten am Montagmorgen auch in Niedersachsen viele Autfahrer mit ihren Wagen ins Rutschen. Zumeist blieb es aber bei Blechschäden. Bei den Unfällen seien nur wenige Menschen leicht verletzt worden, berichteten die Polizeidienststellen im Land.

Auch an der Bahn geht der Winter nicht spurlos vorüber: Witterungsbedingt schränkte die Bahn unter anderem den ICE-Verkehr Frankfurt-Paris ein. Außerdem hatten zahlreiche Züge Verspätung. Als Vorsichtsmaßnahme sei die Höchstgeschwindigkeit der ICE-Züge auf 200 Kilometer pro Stunde begrenzt worden, teilte ein Sprecher der Bahn mit. So sollen Schäden an den Zügen durch aufgewirbelte Eisbrocken vermieden werden. „Das Tempolimit kostet uns Pünktlichkeit“, sagte der Sprecher. Verspätungen von mehr als einer Viertelstunde seien aber die Ausnahme.

Glätte sorgt für Chaos auf deutschen Straßen

Glätte sorgt für Chaos auf deutschen Straßen

Einen traurigen Rekord für den Winter 2012/2013 kann die Polizei in Baden-Würrtemberg vermelden: Während der Glatteis-Warnung wurden dort 1073 Verkehrsunfälle gezählt. 58 Menschen wurden am Sonntag verletzt, 14 davon schwer. Der Sachschaden betrage mehr als drei Millionen Euro.

Außerdem verunglückte ein Rentner in Sulz am Neckar (Landkreis Rottweil) tödlich, als er einen Gehweg streute. Wie die Polizei berichtete, stürzte er auf den Hinterkopf und starb am Nachmittag an seinen Verletzungen. Der Deutsche Wetterdienst hatte bereits am Sonntag angekündigt, dass Niederschläge in der Nacht zum Montag vereinzelt erneut zu Glätte im Südwesten führen können.

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Am Montag verkündete der DWD, dass in den Mittelgebirgen in der Nacht zum Montag rund 20 Zentimeter Neuschnee gefallen waren, in München waren es 13 Zentimeter. Lediglich der äußerste Nordosten blieb demnach zunächst verschont. Im Laufe des Vormittags werden den Prognosen zufolge in ganz Deutschland zum Teil kräftige Schneeschauer erwartet.

Ganz anders gestaltet sich das Wetter unterdessen in Griechenland. Dort herrschen zur Zeit frühlingshafte Temperaturen. Auf der Insel Kreta wurden am Sonntag 20 Grad Celsius gemessen. Am Montag erwartete das Wetteramt Werte um die 21 bis 22 Grad. In Athen zeigten die Thermometer 18 Grad. Gleichzeitig ist es sehr feucht. Grund für die ungewöhnliche Wärme sind Luftmassen, die aus der Sahara über das Mittelmeer kommen.

dpa/dapd

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