Halloween-Feiern laufen aus dem Ruder

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Eine als Zombie verkleidete Frau rast auf dem Fahrrad durch die Stadt

Berlin - Zahlreiche Halloween-Feiern sind in Deutschland aus dem Ruder gelaufen. Vielerorts musste auch die Polizei eingreifen. Wo es Zombies und Hexen besonders heftig krachen ließen:

Update: Jedes Jahr am 31. Oktober ist in Deutschland und der Welt so einiges los: Wer keine Lust auf Feiern hat, kann sich das Spektakel auch im Fernsehen anschauen. Wir verraten Ihnen, wo Sie die gruseligsten TV-Highlights an Halloween 2014 erleben können.

Halloween ist in Deutschland dieses Jahr nicht nur lustig, sondern auch gewalttätig gewesen. Üble Scherze zogen Hunderte Polizeieinsätze nach sich. Kinder und Jugendliche warfen in der Nacht zum Dienstag mit Glasflaschen und ließen Böller in Briefkästen explodieren, wie der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bernhard Witthaut, in Berlin sagte. Vielerorts gab es auch Sachbeschädigungen. Der GdP-Chef bezeichnete dies als “bedenklich“.

Verkleidet und alkoholisiert glaubten viele Jugendliche, sie könnten sich einen bösen Scherz erlauben. Anzeige werde hingegen nur selten erstattet.

Allein in Nordrhein-Westfalen musste die Polizei in vielen Städten wegen Sachbeschädigungen eingreifen. Im sauerländischen Sundern wurden Verkehrszeichen umgebogen oder aus ihrer Verankerung gerissen. Im Rhein-Erft-Kreis rückten die Beamten in mehr als 230 Fällen gegen Eierwerfer aus. In vielen Fällen waren Kinder und Jugendliche Schuld. In Düren warfen Jugendliche mit Glasflaschen.

Auch in Bayern bescherte die Halloween-Nacht der Polizei Hunderte von Einsätzen. Im ganzen Land sei es zu zahlreichen Beschädigungen gekommen, meldeten die Dienststellen übereinstimmend. Außerdem mussten die Beamten oftmals wegen Ruhestörungen ausrücken. In Neutraubling bei Regensburg wurde ein fünfjähriger Junge schwer verletzt, als er einen Böller zündete, wie die Polizei mitteilte. Das Kind wurde in ein Krankenhaus eingeliefert.

Reizgas in Wohnhaus versprüht

Im hessischen Hanau wurde Reizgas in einem Wohnhaus versprüht. Einige Bewohner erlitten daraufhin leichte Atemwegsbeschwerden. Zudem brannten in Erlensee und Dörnigheim mehrere Container. In Berlin brannte ein Glascontainer völlig aus, nachdem kostümierte Kinder diesen mit einem bengalischen Feuer in Brand gesetzt hatten. Eine Wohnungstür, ein Papiercontainer und ein Briefkasten wurden beschädigt, als verkleidete Minderjährige mit Feuerwerkskörpern zündelten. In der Hauptstadt stritten sich Kinder auch um gesammelte Süßigkeiten. Vier Zehn- und Elfjährige wurden in Wedding nach Polizeiangaben von einer Gruppe Gleichaltriger gewürgt, geschlagen und ihrer Naschereien beraubt. Dabei wurden sie leicht verletzt.

In Hamburg wurde ein kostümierter Fünfjähriger von einem Auto erfasst und schwer verletzt. Der Junge liegt mit Kopf- und Gesichtsverletzungen auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Lebensgefahr besteht laut Polizei nicht.

dapd

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