Guten Morgen in der Winterzeit!

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In der Nacht von Samstag den 29.10. auf Sonntag den 30.10.2011 beginnt wieder die Winterzeit. Um 3 Uhr werden alle Uhren in Europa um eine Stunde auf 2 Uhr zurückgestellt.

Braunschweig - Haben Sie heute Nacht gut geschlafen? Zumindest länger - denn dank des Beginns der Winterzeit wurden die Uhren heute Nacht um eine Stunde zurückgestellt.

Die exakte Zeit für die Uhrumstellung war am Sonntag, 30. Oktober 2011, um 3 Uhr. Dann nämlich wurden die Uhren um eine Stunde - auf 2 Uhr - zurück gestellt. Der Sonntag wird dadurch länger. Die Winterzeit dauert bei uns dann bis zum Sonntag, 25. März 2012, 2 Uhr. Dann werden die Uhren wieder um eine Stunde vor gedreht.

Wer dreht an der Uhr?

“Wir sind vorbereitet für die Zeitumstellung“, so der Sprecher der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig, Jens Simon. Der Langwellen-Sender DCF77 in Mainflingen bei Frankfurt, der die Funkuhren steuert, sei längst programmiert. Seit der Einführung der Sommerzeit vor 31 Jahren sorgt die PTB für eine reibungslose Zeitumstellung. Mit einer Reichweite von bis zu 2500 Kilometern erreicht das Signal des Senders Funkuhren in fast ganz Europa. Alle anderen Uhren müssen per Hand umgestellt werden. Per “Gesetz über die Zeitbestimmung“ wurde die PTB 1978 als gesetzliche Hüterin der Zeit in Deutschland bestimmt und ist damit für die Umstellung der Uhren  am letzten Oktoberwochenende (und am letzten Märzwochenende) zuständig.

In Braunschweig bei der PTB stehen mehrere hochkomplexe Atomuhren, die eine für Laien unfassbar genaue Zeitmessung garantieren. Pannen hat es nach PTB-Angaben dabei noch nie gegeben. Die Diskussionen über den Sinn der Umstellung kochen aber regelmäßig hoch.

Woher kommt das Uhr-Umstellen?

In Deutschland wurde 1916 während des Ersten Weltkrieges erstmals eine Sommerzeit eingeführt. Dadurch sollte die Arbeitskraft der Beschäftigten in der Rüstungsindustrie besser ausgenutzt werden. Unter dem Eindruck der Ölkrise von 1973 galt dann in Deutschland nach Jahrzehnten Pause wieder von 1980 an die Sommerzeit.

Energie könne durch die Sommerzeit nicht gespart werden, urteilt der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW): “Die Sommerzeit ist keine Energiesparzeit“, sagt eine Sprecherin des Verbandes. Die deutsche Energiewirtschaft könne seit Jahren keine messbare Sparwirkung durch das Drehen am Zeiger erkennen.

Nach Angaben des BDEW wird zwar an hellen Sommerabenden weniger Licht eingeschaltet, aber vor allem in den oftmals noch kalten Monaten März, April und Oktober wird morgens früher geheizt. Durch verändertes Freizeitverhalten am hellen Feierabend - zum Beispiel mehr Familienausflüge mit dem Auto - könne sogar mehr Energie verbraucht werden. Der Anteil des Lichts am Stromverbrauch der rund 40 Millionen deutschen Haushalte mache durchschnittlich nur rund acht Prozent aus. Durch den verstärkten Einsatz von Energiesparlampen im Haushalt sinke der ohnehin geringe Lichtspareffekt weiter.

Auch über die gesundheitlichen Auswirkungen der Uhrumstellung wird gestritten. Fast jeder zweite Mensch in Deutschland leidet nach einer Umfrage für die Krankenkasse KKH-Allianz wegen der Zeitumstellung unter Schlafschwierigkeiten. Nach Ansicht des Erfurter Schlafmediziners Bernd Mross werden die gesundheitlichen Beeinträchtungen jedoch überschätzt, denn ein Jetlag nach einem Flug sei mit Sicherheit schwerer zu verkraften.

re/dpa

Quelle: rosenheim24.de

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